Entgegen der weit verbreiteten Annahme ist der NFT-Markt nicht tot. Yat Siu von Animoca Brands erklärt, dass wohlhabende Kryptosammler den Markt weiterhin beleben und ihn mit traditionellen Sammlermärkten vergleichen. Diese Sammler verfolgen eine langfristige Haltung statt kurzfristigen Profit.
Obwohl die Bewertungen von NFTs seit ihren Höchstständen 2021/2022 gesunken sind, bleibt der Markt laut Siu lebendig. Die monatlichen Verkäufe liegen derzeit bei rund 300 Millionen US-Dollar, was im Vergleich zum Start des Marktes eine beträchtliche Summe darstellt, wenn auch unter den Spitzenwerten von über 1 Milliarde US-Dollar pro Monat.
Siu betont, dass viele vermögende Käufer NFTs „zum Halten statt zum Flippen“ erwerben. Dies fördert eine Gemeinschaftskultur, ähnlich der von Sammlern traditioneller Kunst oder Luxusgüter wie Picasso-Gemälde, Luxusautos oder High-End-Uhren. Diese Sammler schätzen die ästhetische Wertschätzung und das soziale Kapital innerhalb spezialisierter Gemeinschaften.
Eine Studie der Universität Cambridge aus dem Jahr 2024 identifizierte kulturelle Partizipation, Gemeinschaftsmitgliedschaft und technologischen Glauben als Hauptmotivationen unter NFT-Sammlern mit hohem Vermögen.
Yat Siu selbst gab an, dass der Wert seines persönlichen NFT-Portfolios um etwa 80 % gesunken sei. Dies beunruhige ihn jedoch nicht, da er diese nicht für kurzfristige Gewinne, sondern als langfristige Vermögenswerte erworben habe.
Die Absage der NFT Paris-Veranstaltung führte Siu nicht auf ein nachlassendes Interesse zurück. Stattdessen nannte er Frankreichs verschärfte Haltung gegenüber Krypto-Regulierungen und jüngste Sicherheitsvorfälle als Gründe für die Untergrabung des Marktvertrauens.




