Nike hat seine auf digitale Produkte und NFTs spezialisierte Tochtergesellschaft RTFKT veräußert. Diese Entscheidung folgt auf einen deutlichen Rückgang des Interesses am digitalen Kunstmarkt und eine strategische Neuausrichtung des Sportartikelriesen.
Die Übernahme von RTFKT durch Nike erfolgte im Dezember 2021, zu einer Zeit, als NFTs (Non-Fungible Tokens) ihre größte Popularität erlebten. RTFKT, gegründet im Jahr 2020, etablierte sich schnell als ein führendes Projekt im NFT-Sektor und hatte bereits vor der Übernahme Umsätze von über 3 Millionen US-Dollar mit NFTs erzielt. Seit der Integration in Nike generierten die gemeinsamen NFT-Kollektionen ein Handelsvolumen von fast 1,4 Milliarden US-Dollar und Einnahmen von 170 Millionen US-Dollar. Im Jahr 2022 führte Nike die Liste der NFT-Verkäufe mit 185 Millionen US-Dollar an.
Der Verkauf von RTFKT wird als Reaktion auf ein breiteres Schrumpfen des NFT-Sektors seit seinem Höhepunkt im Jahr 2021 gesehen.
Der Rückgang des NFT-Marktes setzte sich im Jahr 2025 fort. Trotz einer erheblichen Ausweitung des Gesamtangebots fielen die gesamten NFT-Verkäufe auf etwa 5,63 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 37 % gegenüber den 8,9 Milliarden US-Dollar des Vorjahres entspricht. Die durchschnittlichen Verkaufspreise sanken im selben Zeitraum von 124 US-Dollar auf 96 US-Dollar. Diese Marktdynamik deutet darauf hin, dass das Wachstum des Angebots die Nachfrage übertroffen hat.
Nike hatte bereits Ende 2024 Pläne zur Einstellung des Betriebs von RTFKT bekannt gegeben und eine strategische Abkehr von NFTs als Grund genannt. Das Unternehmen betonte jedoch, dass das Interesse an digitalen und virtuellen Produkten durch Kooperationen mit Gaming-Unternehmen weiterhin besteht.
Nike bleibt der Entwicklung innovativer Produkte und Erlebnisse auf physischen, digitalen und virtuellen Plattformen verpflichtet.




