Polymarket stoppt Wetten auf Atomwaffen-Detonationen nach Kritik

Die dezentrale Prognoseplattform Polymarket hat die umstrittenen Märkte für nukleare Detonationen eingestellt. Diese Entscheidung folgte auf öffentliche Kritik, da das Wetten auf potenziell katastrophale Ereignisse ethische Bedenken aufwarf.

Polymarket, gegründet im Jahr 2020, ermöglicht es Nutzern, auf den Ausgang realer Ereignisse zu wetten. Die Plattform hat seit ihrer Gründung über 70 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln von namhaften Investoren wie Peter Thiel und Vitalik Buterin erhalten. Die Preise auf Polymarket spiegeln die von der Masse abgeleiteten Wahrscheinlichkeiten wider, die oft als schnellere und genauere Signale als traditionelle Umfragen gelten.

In der Vergangenheit bot Polymarket verschiedene Märkte im Zusammenhang mit nuklearen Ereignissen an. Dazu gehörten Fragen wie ‚Kernwaffen-Detonation durch…?‘ mit einer Auflösung vor 2027 oder ob eine nukleare Detonation im Jahr 2025 stattfinden würde. Diese Märkte wurden aufgelöst, wenn eine nukleare Waffe irgendwo auf der Welt gezündet wurde, einschließlich offensiver Einsätze, Atomtests und versehentlicher Detonationen.

Ein Markt namens ‚Nuclear weapon detonation in 2025?‘ verzeichnete ein Handelsvolumen von 2,9 Millionen US-Dollar.

Ein weiterer Markt, ‚Kernwaffen-Detonation durch…?‘, hatte seit seinem Start am 7. November 2025 ein Handelsvolumen von 350.500 US-Dollar generiert. Die Entscheidung zur Einstellung der Märkte erfolgte nach einer Welle der Empörung, wobei die Thematik des Wettens auf katastrophale Ereignisse ethische Bedenken hervorrief.

Polymarket hatte bereits in der Vergangenheit Märkte aufgrund von Kontroversen umbenannt, wie etwa einen Markt zu ‚Artemis II Boosterbruch?‘, um Kritik zu mindern. Die genauen Details der Kritik an den Atomwaffen-Märkten oder spezifische Kritiker wurden nicht näher ausgeführt.