Die Krypto-basierte Prognosemarkt-Plattform Polymarket ist in Portugal und Ungarn mit behördlichen Verboten konfrontiert. Diese Maßnahmen unterstreichen den wachsenden regulatorischen Widerstand gegen derartige Plattformen weltweit und werfen Fragen bezüglich der Einhaltung nationaler Gesetze auf.
In Portugal hat die Glücksspielregulierungs- und Inspektionsbehörde (SRIJ) Polymarket angewiesen, den Betrieb einzustellen und eine landesweite Blockierung angeordnet. Die Plattform wurde als illegal eingestuft, da sie ohne die erforderliche Genehmigung agierte und gegen das portugiesische Verbot politischer Wetten verstieß. Das Gesetz von 2015 erlaubt Wetten nur auf Sport, Casino und Pferderennen, schließt jedoch politische Ereignisse explizit aus.
Vor den portugiesischen Präsidentschaftswahlen wurden über 4 Millionen Euro auf dem portugiesischen Präsidentschaftsmarkt gewettet, was zu Bedenken hinsichtlich Insiderhandel führte.
Auch in Ungarn hat die Regulierungsbehörde für geregelte Tätigkeiten (SZTFH) Polymarket vorübergehend gesperrt und ein Verfahren wegen der Organisation von verbotenem Glücksspiel eingeleitet. Der Zugang zur Plattform ist für ungarische IP-Adressen derzeit nicht möglich. Die Sperre gilt vorerst als temporär, bis eine endgültige Entscheidung getroffen ist.
Diese Verbote sind Teil eines globalen Trends, bei dem Prognosemärkte zunehmend unter regulatorischen Druck geraten. Regulierungsbehörden beanstanden die Verletzung nationaler Glücksspielgesetze und mangelnde Aufsicht. Polymarket sieht sich in vielen Ländern Beschränkungen gegenüber, darunter Frankreich, Deutschland, Italien und Russland. Bedenken umfassen fehlende Spielerschutzmechanismen und mangelnde Einhaltung von AML/KYC-Vorschriften.
Trotz des regulatorischen Drucks verzeichnete Polymarket in jüngster Zeit hohe Handelsvolumen, die an einem einzigen Tag bis zu 701,7 Millionen US-Dollar erreichten.




