Ray Dalio, Gründer von Bridgewater Associates, hat sich traditionell für Gold als ultimativen Wertspeicher stark gemacht. Jüngste Entwicklungen, bei denen Bitcoin Gold in Krisenzeiten übertraf, stellen diese Ansicht jedoch infrage und befeuern die Debatte über beide Anlageklassen als sichere Häfen.
Ray Dalio vertritt die Ansicht, dass physisches Gold der einzige wahre Wertspeicher in existenziellen geopolitischen Krisen und monetären Umbrüchen ist. Er hebt hervor, dass Gold eine jahrtausendealte Geschichte als universelles Geld hat und im Gegensatz zu digitalen Vermögenswerten nicht nachverfolgt werden kann – ein entscheidender Vorteil in Zeiten zunehmender finanzieller Repression. Gold ist ein unabhängiges Asset ohne Emittentenrisiko, das weder von Regierungen noch Zentralbanken abhängig ist und ohne Strom funktioniert. Dalio empfiehlt, Schulden abzubauen und das Engagement in Gold zu erhöhen, da Kriege und Krisen oft durch Kreditaufnahme und Gelddrucken finanziert werden, was Schulden und Währungen entwertet. Er rät zu einer Allokation von 10-15% des liquiden Nettovermögens in Gold und Silber, primär als Versicherung.
Dalio sieht Gold als unabhängiges Asset, das weder von einer Regierung, einer Zentralbank noch einem Finanzsystem abhängig ist.
Obwohl Dalio Bitcoin als alternatives Reichtumsmittel anerkennt, bleibt er skeptisch. Seine Bedenken umfassen die mangelnde Privatsphäre von Bitcoin, seine Anfälligkeit für Quantencomputing und die unwahrscheinliche Akzeptanz durch Zentralbanken. Zudem weist er auf die Möglichkeit hin, dass Regierungen Kryptowährungen verbieten könnten, und betont, dass Bitcoin-Bewegungen überwacht werden können und somit vom Wohlwollen der Regierungen abhängen.
Aktuelle Daten aus dem ersten Quartal 2026 zeigen eine interessante Entwicklung: Bitcoin stieg um 23%, während Gold nur 8% zulegte. Während der Eskalation zwischen Iran und Israel im März 2026 verzeichnete Bitcoin institutionelle Zuflüsse von 2,4 Milliarden USD, während Gold-ETFs 890 Millionen USD verloren. Dies widerspricht der traditionellen Rolle von Gold als sicherem Hafen. Daten aus dem Q1 2026 deuten auf eine überraschende Stabilität von Bitcoin hin, das sich von Aktien entkoppelt und als eigenständige Anlageklasse etabliert.
Im Q1 2026 stieg Bitcoin um 23%, während Gold lediglich 8% zulegte, was die traditionelle Rolle von Gold als sicherem Hafen infrage stellt.
Demgegenüber gab es auch Berichte, die Gold als klaren Performance-Gewinner im Jahr 2025 sehen, mit einem Zuwachs von rund 69%, während Bitcoin nach anfänglichen Höchstständen nachließ. Ein Bericht vom März 2026 besagt, dass Bitcoin über 50% seines Höchststands von 2025 verlor. Die Deutsche Bank stellt fest, dass die Begründung für Goldallokationen unverändert bleibt, da Zentralbanken weiterhin Gold kaufen. Die Debatte um Bitcoin und Gold als Absicherung gegen Unsicherheiten und Währungsentwertung ist aktuell; Gold gilt als Stabilitätsanker, Bitcoin als Motor für asymmetrische Gewinne.




