Ray Dalio, Gründer von Bridgewater Associates, schlägt Alarm bezüglich eines drohenden Paradigmenwechsels in der globalen Ordnung. Er warnt vor dem Zerfall des Finanzsystems und der Weltordnung, was die Debatte über Bitcoin als alternatives Geld neu entfacht.
Dalio beschreibt eine Verschiebung von einer regelbasierten Ordnung hin zu einer Phase des „Gesetzes des Dschungels“, in der Macht entscheidend ist. Er sieht Risiken für das globale Finanzsystem durch Handelspolitik, fiskalische Ungleichgewichte und eine veränderte Haltung der Zentralbanken gegenüber Fiat-Währungen und Staatsanleihen. Dalio prognostiziert den Zusammenbruch von Währungs-, Innen- und internationaler Ordnung, was die Welt an den Rand von Kriegen bringen könnte.
Fünf zentrale Kräfte treiben diesen Wandel voran: der Schuldenzyklus, der politische Zyklus, der geopolitische Zyklus, Naturereignisse und technologischer Fortschritt. Diese Kräfte führen etwa alle 80 Jahre zu disruptiven Krisen. Dalio äußert besondere Sorge über die US-Staatsfinanzen, wo die Zinszahlungen auf die Staatsschulden eine Billion Dollar pro Jahr erreichen könnten, was die Wirtschaft lähmt. Er schätzt, dass die USA in etwa drei Jahren „pleite“ sein könnten.
„Bitcoin ist eine verdammt gute Erfindung und eine erstaunliche Errungenschaft.“
Im Kontext globaler Unsicherheiten wird Bitcoin als „neutrales Geld“ diskutiert. Dalio erkennt an, dass Bitcoin von einer spekulativen Idee zu etwas mit Wert übergegangen ist und als attraktive alternative Währung von ausufernden Staatsschulden und wachsender Geldmenge profitieren kann. Er erwägt Kryptowährungen als Schutz vor Wertverlust von Fiat-Geld und empfiehlt privaten Anlegern, etwa 15 % ihres Portfolios in Gold oder Bitcoin zu investieren.
Trotzdem betont Dalio, dass Bitcoin in seiner Größe durch traditionelle Reservewerte wie Gold begrenzt ist und „nicht von Zentralbanken gehalten werden wird“. Er verweist auf die Volatilität von Bitcoin, die es zu einer ineffektiven Währung mache. Dalio sieht Risiken wie Hacks und potenzielle staatliche Beschränkungen.
„Gold bleibt das überlegene Wertaufbewahrungsmittel. Es ist nicht von Regierungen kontrollierbar oder manipulierbar.“
Für Dalio bleibt Gold das überlegene Wertaufbewahrungsmittel. Er bezeichnet Bitcoin als eine „sehr, sehr schlechte Alternative zu Gold“. Zentralbanken halten Gold als drittgrößte Reserve. Dalio empfiehlt Anlegern, 5 % bis 15 % ihres Portfolios in Gold zu allokieren, da es im Gegensatz zu Bitcoin nicht von Staaten kontrolliert oder manipuliert werden kann.
Die globale Geldmenge wird voraussichtlich von 26 Billionen Dollar im Jahr 2000 auf 142 Billionen Dollar bis 2025 ansteigen. Dalios Warnungen vor Sanktionen und Ausweitung der Geldmenge durch Regierungen könnten Investoren zu Vermögenswerten wie Bitcoin treiben, die außerhalb staatlicher Kontrolle agieren.




