Reform UK erhält Millionen­spenden von Krypto-Investor

Die Partei Reform UK hat durch erhebliche Spenden von Christopher Harborne, einem Krypto­währungs­unternehmer mit Sitz in Thailand, ihre Spendeneinnahmen signifikant gesteigert. Harborne leistete die größte Einzelspende eines lebenden Individuums an eine britische politische Partei in der Geschichte und hat Reform UK damit finanziell stark unterstützt.

Christopher Harborne, bekannt für seine Investitionen in führende Kryptofirmen wie Tether und Bitfinex, spendete Reform UK im August 2025 eine Summe von 9 Millionen Pfund. Diese Zuwendung gilt als die größte jemals von einer Einzelperson an eine politische Partei in Großbritannien geleistete Spende. Im November desselben Jahres folgte eine weitere Spende von 3 Millionen Pfund von Harborne an die Partei. Insgesamt hat Harborne damit über 19 Millionen Pfund an Reform UK und die frühere Brexit Party transferiert.

Die 9-Millionen-Pfund-Spende erfolgte bar, obwohl Reform UK als erste britische Partei im Mai 2025 Kryptowährungsspenden ankündigte.

Harborne war bereits zuvor ein bedeutender Spender der Brexit Party und unterstützte auch die Konservative Partei unter Boris Johnson. Seine Unterstützung für Reform UK hat die Partei in Bezug auf die Spendeneinnahmen über die Konservativen und Labour gestellt. Diese Entwicklung hat Forderungen von Organisationen wie Spotlight on Corruption und Transparency International nach einer Obergrenze für politische Spenden erneuert.

Nigel Farage, der Vorsitzende von Reform UK, hat sich konsequent für eine kryptofreundliche Politik eingesetzt und die Vision geäußert, das Vereinigte Königreich als globales Handelszentrum für Stablecoins zu etablieren. Dies unterstreicht die strategische Ausrichtung der Partei in Bezug auf digitale Währungen und deren Potenzial im politischen und wirtschaftlichen Sektor.

Neben Christopher Harborne zählen auch Jeremy J. Hosking und der ehemalige Parteivorsitzende Richard Tice zu den größten Spendern von Reform UK. Richard Tice war in der Vergangenheit im Besitz eines Offshore-Familientrusts, was weitere Fragen bezüglich der Finanzierungsstrukturen aufwirft.