Die französische Polizei hat nach der Entführung einer Richterin und ihrer Mutter, die als Lösegeld Kryptowährung forderten, sechs Personen festgenommen. Die beiden Frauen konnten nach rund 30 Stunden Geiselhaft lebend befreit werden, ohne dass die Forderungen der Entführer erfüllt wurden.
Die 35-jährige Richterin und ihre 67-jährige Mutter wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag aus ihrem Haus verschleppt. Die Entführer wandten sich an den Partner der Richterin, der in einem Krypto-Startup tätig ist, und verlangten eine Lösegeldzahlung in Kryptowährung. Sie verschickten Nachrichten und Fotos, die mit körperlicher Gewalt drohten, sollte die Forderung nicht umgehend erfüllt werden.
„Sie schickten Nachrichten und Fotos an den Partner und drohten mit körperlicher Verstümmelung der Opfer, sollte die Forderung nicht umgehend erfüllt werden.“
Eine groß angelegte Polizeiaktion mit 160 Beamten wurde eingeleitet. Am Freitagmorgen wurden die Frauen in einer Garage in Bourg-lès-Valence im Département Drôme aufgefunden. Sie waren verletzt, aber am Leben. Berichten zufolge konnten die Frauen sich selbst befreien und Alarm schlagen. Einige Quellen erwähnen auch die Intervention eines Nachbarn.
Sechs Verdächtige wurden insgesamt festgenommen, darunter vier Männer und eine Frau, die über Nacht in Gewahrsam genommen wurden, sowie ein minderjähriger sechster Verdächtiger. Zwei der Festgenommenen wurden aufgegriffen, als sie versuchten, einen Bus nach Spanien zu besteigen. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.
„Dieser Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Entführungen und Erpressungsversuchen in Frankreich, die auf Personen mit Verbindungen zur Kryptowährungsbranche abzielen.“




