Russland: Härtere Mining-Strafen, Indien fördert CBDCs

Russland intensiviert seine Maßnahmen gegen illegale Krypto-Miner mit drastischen Strafen, während Indien die Einführung von Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) vorantreibt. Diese gegensätzlichen Entwicklungen spiegeln die wachsende Bedeutung und die unterschiedlichen regulatorischen Ansätze im Bereich digitaler Währungen wider.

Das russische Justizministerium hat neue Gesetzesentwürfe vorgestellt, die hohe Geld- und Haftstrafen für nicht registrierte Kryptowährungs-Miner vorsehen. Geplante Strafen umfassen Geldstrafen von bis zu 1,5 Millionen Rubel (ca. 19.000 USD) und bis zu zwei Jahre Zwangsarbeit. Bei illegalem Mining, das ‚übermäßige Gewinne‘ erzielt, könnten die Strafen auf bis zu fünf Jahre Gefängnis ansteigen.

Nur etwa 30 % der Krypto-Miner hatten sich bis zum 19. Juni registriert, Ende Oktober 2025 waren lediglich 1.364 Krypto-Miner offiziell erfasst.

Das Ziel dieser strengeren Vorschriften ist es, die Krypto-Mining-Branche zu legalisieren und sicherzustellen, dass Aktivitäten gemeldet und besteuert werden. Russland hatte das Krypto-Mining im November 2024 legalisiert, aber ein großer Teil der Branche operiert weiterhin im Verborgenen. Die geplante Gesetzgebung fügt dem Strafgesetzbuch Artikel 171.6 hinzu, der sich gegen die ‚illegale Gewinnung digitaler Währungen‘ richtet.

Indien drängt über seine Zentralbank, die Reserve Bank of India (RBI), andere Länder dazu, der Entwicklung von Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) Vorrang vor privat ausgegebenen Stablecoins zu geben. Die RBI argumentiert, dass CBDCs die ‚Einheitlichkeit des Geldes und die Integrität des Finanzsystems‘ wahren.

CBDCs bieten laut RBI alle Vorteile von Stablecoins, jedoch mit der zusätzlichen Glaubwürdigkeit und Sicherheit von Zentralbankgeld. Stablecoins könnten neue Kanäle für Finanzstabilitätsrisiken schaffen.

Indien testet seinen digitalen Rupie (e-Rupee) seit Ende 2022 in Pilotprojekten. Im November 2025 hob der Gouverneur der RBI, Sanjay Malhotra, die Erfolge hervor, darunter 7 Millionen Nutzer im Inland und tokenisierte Einlagenzertifikate. Während Indiens UPI-System die heimischen Zahlungsbedürfnisse erfüllt, werden CBDCs für grenzüberschreitende Überweisungen als notwendig erachtet.