Die russische Generalstaatsanwaltschaft hat die Krypto-Börse WhiteBIT und ihre Muttergesellschaft W Group als „unerwünschte Organisationen“ eingestuft. Laut Moskau soll die Börse das ukrainische Militär finanziell unterstützt und Gelder illegal aus Russland abgezogen haben. Diese Entscheidung hat erhebliche Konsequenzen für die Plattform und ihre Nutzer.
Die russischen Behörden werfen WhiteBIT vor, seit 2022 rund 11 Millionen US-Dollar an das ukrainische Militär transferiert zu haben. Ein erheblicher Teil davon, etwa 900.000 US-Dollar, soll für den Kauf von Drohnen verwendet worden sein. Zudem soll die Plattform technische Unterstützung für die ukrainische Spendenplattform United24 geleistet haben. Russland behauptet ferner, WhiteBIT sei zum illegalen Abzug von Geldern aus dem Land genutzt worden.
Konkret werden Vorwürfe des Kaufs von Drohnen, unter anderem für die von Russland als Terrororganisation eingestufte Asow-Brigade, erhoben.
Die Einstufung als „unerwünschte Organisation“ bedeutet ein vollständiges Verbot aller Aktivitäten von WhiteBIT und verbundenen Unternehmen in Russland. Russische Finanzinstitute dürfen keine Transaktionen mehr mit WhiteBIT durchführen und müssen verdächtige Interaktionen den nationalen Finanzaufsichtsbehörden melden.
Für russische Nutzer können Verbindungen zu WhiteBIT oder die Verbreitung von Werbematerialien zu administrativen Geldstrafen führen. Bei wiederholten Verstößen drohen Freiheitsstrafen von bis zu sechs Jahren.
Diese Maßnahme ist Teil einer breiteren Strategie Russlands zur Verschärfung der Regulierung des Kryptosektors.
Russland strebt die Verlagerung von Handelsaktivitäten in staatlich genehmigte Rahmen für digitale Währungstransaktionen an. Derzeit sind keine Kryptowährungsbörsen nach russischem Recht registriert. Die russische Zentralbank plant, gesetzliche Änderungen bis zum 1. Juli zu finalisieren.




