Saga pausiert Chain nach 7-Millionen-Dollar-Exploit

Der Blockchain-Entwickler Saga musste seine SagaEVM-Chain vorübergehend stoppen, nachdem ein Smart-Contract-Exploit zum Diebstahl von digitalen Vermögenswerten im Wert von rund 7 Millionen US-Dollar führte. Der Vorfall am 21. Januar 2026 hatte zudem den Verlust der Dollar-Bindung seines Stablecoins und einen drastischen Rückgang des TVL zur Folge.

Bei dem Angriff, der sich auf die SagaEVM-Chainlets Colt und Mustang ereignete, konnten Angreifer Liquidität abziehen und Gelder auf das Ethereum-Mainnet transferieren. Gestohlene Vermögenswerte umfassten USDC, yUSD, ETH und tBTC, wobei mindestens 2.000 ETH im Wert von rund 6 Millionen US-Dollar erbeutet wurden. Die genaue Ursache des Exploits wird noch untersucht, aber es gibt Hinweise auf die unautorisierte Prägung von Saga Dollar (D) Token oder einen kompromittierten privaten Schlüssel.

Ein Experte vermutet, dass eine Schwachstelle im Saga Dollar Smart Contract ausgenutzt wurde, um die unbegrenzte Ausgabe von D-Tokens zu ermöglichen.

Als direkte Folge des Angriffs verlor der Saga Dollar (D) Stablecoin seine Bindung an den US-Dollar und fiel auf bis zu 0,75 US-Dollar. Auch andere dollarbezogene Stablecoins des Projekts waren betroffen. Der Gesamtwert der gesperrten Vermögenswerte (TVL) sank innerhalb von 24 Stunden dramatisch von über 37 Millionen US-Dollar auf 16 Millionen US-Dollar.

Um weitere Schäden einzudämmen, hat Saga die SagaEVM-Chain bei Blockhöhe 6.593.800 angehalten. Laut Saga waren die Haupt-Saga SSC-Kette, der Protokollkonsens, die Validatoren und andere Chainlets nicht betroffen. Es wurden keine Beweise für einen Konsensausfall oder kompromittierte Schlüssel gefunden. Saga arbeitet mit Börsen und Bridge-Betreibern zusammen, um die Adresse des Angreifers zu sperren und die Wiederherstellung zu unterstützen.

Der Vorfall ereignet sich in einer Zeit zunehmender Sicherheitsverletzungen in der DeFi-Branche. Im Jahr 2025 wurden Kryptowährungen im Wert von 3,4 Milliarden US-Dollar gestohlen, und allein im Januar 2026 beliefen sich die Verluste durch Hackerangriffe auf über 30 Millionen US-Dollar.