Spekulatives Kapital verlagert sich laut Delphi Digital zunehmend weg von den Kryptowährungsmärkten hin zu aufstrebenden Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik. Dies signalisiert eine deutliche Verschiebung der Investitionspräferenzen, da Krypto nicht mehr die primäre Anlaufstelle für risikoreiche Anlagen ist.
Die schlechte Performance vieler Altcoin-Sektoren im vergangenen Jahr zeigt, dass Kryptowährungen ihren Status als Standardziel für spekulatives Kapital verloren haben. Delphi Digital hebt hervor, dass Krypto nun mit sämtlichen exponentiellen Technologien um Investitionsgelder konkurriert, was die Anziehungskraft für risikofreudige Anleger weiter einschränkt.
Während Bitcoin im letzten Jahr etwa 12 % verlor, stieg der Global X Robotics and Artificial Intelligence ETF um rund 13 %. Altcoins außerhalb der Top-10 verzeichneten stärkere Rückgänge von über 30 %.
Die Investitionszahlen belegen diesen Trend eindrucksvoll: Robotik-Start-ups verzeichneten 2025 Rekordinvestitionen von 13,8 Milliarden US-Dollar. Private Investitionen in generative KI erreichten 2024 33,9 Milliarden US-Dollar, eine 8,5-fache Steigerung seit 2022. Allein in einem Quartal flossen 2 Milliarden US-Dollar in Robotik und 35 Milliarden US-Dollar in generative KI.
Neben der wachsenden Attraktivität von KI-Anwendungen wird die Underperformance des Kryptosektors auch durch geldpolitische Unsicherheiten und regulatorische Hürden beeinflusst. Die Erwartung eines anhaltend erhöhten Leitzinses der Federal Reserve verschärft die Liquiditätsbedingungen für risikoreiche Vermögenswerte. Politische Blockaden, wie Verzögerungen beim CLARITY-Gesetz in den USA, belasten zusätzlich die Marktstimmung im Krypto-Bereich.
Innerhalb des Kryptomarktes konzentrieren sich institutionelle Kapitalflüsse verstärkt auf Spot-ETFs und öffentlich gehandelte Aktien statt auf Token selbst. Stablecoins hingegen sind zu einem dominanten Anwendungsfall geworden, mit einem Gesamtangebot von über 300 Milliarden US-Dollar und einem jährlichen Wachstum von 33 %. Ihr monatliches Transaktionsvolumen übertrifft mittlerweile das von PayPal und Visa.




