Südkorea: Bitcoin-Beschlagnahmung durch Phishing-Angriff verloren

Die südkoreanische Staatsanwaltschaft des Bezirks Gwangju untersucht einen mysteriösen Verlust von beschlagnahmten Bitcoin. Es wird vermutet, dass ein Phishing-Angriff zum Diebstahl der digitalen Vermögenswerte führte, was erhebliche Fragen zur Sicherheit aufwirft.

Bei einer Routineprüfung wurde entdeckt, dass eine beträchtliche Menge an beschlagnahmten Bitcoin verloren gegangen ist. Der Vorfall ereignete sich vermutlich Mitte 2025 während des Lagerungs- und Verwaltungsprozesses. Als Ursache für den Verlust wird ein Phishing-Angriff angenommen.

Es gibt zwei Hauptvermutungen, wie es zu dem Verlust kam: Entweder gelangte das Passwort für die Bitcoin, das auf einem USB-Speichergerät gespeichert war, nach außen. Oder Staatsanwälte könnten versehentlich eine betrügerische Webseite aufgerufen haben, was zur Kompromittierung führte.

Interne Schätzungen gehen von einem Verlust von etwa 70 Milliarden Won (rund 48 Millionen US-Dollar) aus, offizielle Angaben fehlen wegen der laufenden Ermittlungen.

Die genaue Menge oder der Wert der verlorenen Bitcoin wurde von den Staatsanwälten nicht offiziell bekannt gegeben. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft in Gwangju jedoch bereits große Kryptobeschlagnahmungen durchgeführt, wie etwa den Versuch, im März 2024 24.613 BTC zu konfiszieren.

Dieser Vorfall unterstreicht die erheblichen Herausforderungen bei der sicheren Verwaltung digitaler Vermögenswerte, selbst für Strafverfolgungsbehörden. Er wirft grundlegende Fragen zu den Verwahrungsprotokollen für beschlagnahmte Kryptowährungen auf.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des Verlusts zu klären und den Verbleib der Vermögenswerte zu ermitteln.