Das Oberste Gericht Südkoreas hat eine wegweisende Entscheidung getroffen: Bitcoin, die auf Kryptowährungsbörsen gehalten werden, können nun rechtmäßig beschlagnahmt werden. Dieses Urteil, das am 11. Dezember 2025 erging, schafft klare Verhältnisse und wird als wichtiger Präzedenzfall für zukünftige Fälle und Gesetzgebungen betrachtet.
Im Kern des Urteils stand die Frage, ob Bitcoin als physisches Objekt gemäß dem Strafprozessrecht beschlagnahmt werden kann. Ein Kläger hatte argumentiert, dass dies nicht möglich sei, da Bitcoin keine greifbare Form besitzen. Die Richter wiesen diese Argumentation zurück und stellten fest, dass Bitcoin unter die Bestimmungen des Strafprozessrechts fallen, welche die Beschlagnahme von „Beweismitteln oder Gegenständen, die der Einziehung unterliegen“ erlauben.
Das Gericht stellte fest, dass Bitcoin gemäß Artikel 106 der Strafprozessordnung zu den Beschlagnahmeobjekten von Gerichten oder Ermittlungsbehörden gehören.
Diese jüngste Entscheidung baut auf einem früheren Urteil des Obersten Gerichts aus dem Jahr 2018 auf. Damals wurde festgestellt, dass „Bitcoin ein Gegenstand der Einziehung ist, der dem Staat zugerechnet werden kann“. In diesem Fall ging es um Bitcoin, die durch den Verkauf illegaler Inhalte erworben wurden. Das Gericht erklärte damals, dass das koreanische Recht eine breite Palette von beschlagnahmungsfähigen Vermögenswerten umfasst, einschließlich immaterieller Objekte mit Standardwert wie Bitcoin.
Die Auswirkungen dieser Entscheidung sind weitreichend. Es wird erwartet, dass sie als Referenz für zukünftige Ermittlungen und Gesetzgebungen im Bereich der virtuellen Vermögenswerte dient. Südkorea hat generell einen strengeren regulatorischen Kurs eingeschlagen und prüft derzeit Pläne zur frühzeitigen Einfrierung von Krypto-Konten, die mit nicht realisierten Gewinnen bei Verdacht auf Marktmanipulation verbunden sind.
Ein weiteres Indiz für die verschärfte Gangart ist die Einführung eines Systems zur elektronischen Beschlagnahmung von Kryptowährungen in einer südkoreanischen Stadt. Ziel ist es hierbei, die Bekämpfung von Steuerhinterziehung zu intensivieren und Krypto-Vermögen stärker in reguläre Finanzmarktregeln zu integrieren.




