Die Investmentbank KBW hat die Einstufung für TeraWulf (WULF) von „Market Perform“ auf „Outperform“ angehoben und das Kursziel drastisch auf 24 USD erhöht. Die strategische Neuausrichtung des Unternehmens hin zur Bereitstellung von KI- und HPC-Infrastruktur wird als Hauptgrund für das erwartete starke Wachstum genannt.
Analyst Stephen Glagola von KBW hebt hervor, dass der Markt das Potenzial von TeraWulf durch den Übergang vom reinen Bitcoin-Mining zu Leasing für Künstliche Intelligenz (KI) und High-Performance Computing (HPC) unterschätzt. Die sichtbare HPC-Leasing-Pipeline von 646 Megawatt (MW) bis 2027 wird als entscheidender Wachstumskatalysator betrachtet, dessen Tragweite von Investoren noch nicht vollständig erfasst wird.
TeraWulf positioniert sich neu, um Hyperscale-Kunden mit der nötigen Infrastruktur für KI und HPC zu versorgen. Ein wesentlicher Schritt dabei sind langfristige Verträge mit dem Cloud-Infrastrukturunternehmen Fluidstack. Über zehn Jahre wird TeraWulf am Standort Lake Mariner in West-New York mehr als 200 MW an IT-Leistung bereitstellen, was einem Vertragsvolumen von 3,7 Milliarden USD entspricht.
Die Vereinbarungen mit Fluidstack beinhalten Optionen für zwei Fünfjahresverlängerungen, wodurch der Gesamtwert auf bis zu 8,7 Milliarden USD ansteigen könnte.
Eine bedeutsame Partnerschaft mit Google untermauert diese strategische Neuausrichtung. Google sichert Kreditverpflichtungen von Fluidstack in Höhe von 1,3 Milliarden USD ab und beteiligt sich an einem 25-jährigen Joint Venture für eine 168-MW-HPC-Anlage in Texas. TeraWulf hält 51 % an diesem Joint Venture, das ein Volumen von rund 9,5 Milliarden USD hat.
TeraWulf CEO Paul Prager sieht diese Transaktion als Meilenstein, der den Wandel zu einem High-Performance-Computing-Anbieter beschleunigt und den Standort Lake Mariner als erstklassig bestätigt.
Das Rechenzentrum am Standort Lake Mariner ist auf KI-Anwendungen zugeschnitten und verfügt über geschlossene Wasserkühlung, niedrige Latenz und eine Energieversorgung aus CO₂-neutralen Quellen. Bis 2027 plant TeraWulf eine HPC-Kapazität von 646 MW zu erreichen, was ein durchschnittliches jährliches EBITDA-Wachstum (CAGR) von 505 % von 2025 bis 2027 ermöglichen könnte.
Oppenheimer-Analysten stufen die Aktie ebenfalls mit „Outperform“ ein. Das Unternehmen erwartet im dritten Quartal einen Umsatzanstieg von 84 % auf bis zu 52 Millionen USD und ein EBITDA von bis zu 19 Millionen USD. Die Aktie hat seit Jahresbeginn 2025 bereits rund 170 % zugelegt.




