Trump fordert bedingungslose Kapitulation Irans – Öl steigt

US-Präsident Donald Trump hat am 6. März 2026 eine Verhandlungslösung mit dem Iran ausgeschlossen. Stattdessen forderte er eine bedingungslose Kapitulation Teherans, was zu markanten Reaktionen an den globalen Finanzmärkten führte.

In einer Erklärung auf seiner Plattform Truth Social formulierte US-Präsident Donald Trump am Freitag, dem 6. März 2026, unmissverständlich: „Es wird kein Abkommen mit dem Iran geben, außer UNBEDINGUNGSLOSER KAPITULATION!“. Er fügte hinzu, dass nach einer solchen Kapitulation und der Etablierung einer „GROSSARTIGEN & AKZEPTABLEN Führung“ die USA und ihre Verbündeten sich für den Wiederaufbau des Iran einsetzen würden, um ihn wirtschaftlich stärker denn je zu machen. Seine Aussage endete mit dem Slogan „MAKE IRAN GREAT AGAIN (MIGA!)“. Diese Äußerungen erfolgten im Kontext des am 28. Februar 2026 begonnenen Krieges zwischen den USA und Israel gegen den Iran.

Trump erklärte zuvor am 5. März 2026, dass iranische Beamte ihn wegen Verhandlungen kontaktiert hätten, seine Antwort sei jedoch „Zu spät!“ gewesen.

Die geopolitische Verschärfung und Trumps Haltung schlugen sich direkt in den Energiepreisen nieder. Rohöl der Nordseesorte Brent erreichte im Mai-Termingeschäft erstmals seit April 2024 die Marke von über 90 US-Dollar pro Barrel. Am Freitagnachmittag wurde Brent-Rohöl zu 90,42 Dollar gehandelt, ein Anstieg von über fünf Prozent binnen 24 Stunden. Seit Beginn der Militärschläge der USA und Israels gegen den Iran am vorangegangenen Wochenende stieg der Preis für Brent-Rohöl um rund 25 Prozent. Auch der US-weite Durchschnittspreis für Benzin erhöhte sich innerhalb einer Woche um 27 Cent auf 3,25 US-Dollar pro Gallone.

Auch die Aktienmärkte reagierten nervös auf die Entwicklungen. Der deutsche Leitindex DAX baute seine Tagesverluste aus und notierte kurz nach Bekanntwerden der Aussagen rund 1,7 Prozent im Minus. Der Bitcoin-Kurs zeigte sich ebenfalls volatil. Nach einem kurzzeitigen Anstieg über 70.000 Dollar nach den ersten Angriffen fiel die Kryptowährung zwischenzeitlich. Trotz Trumps Andeutungen eines länger andauernden Konflikts zeigte der Kryptomarkt bis zum 4. März 2026 Erholungszeichen.

Der Preis für Brent-Rohöl stieg seit Beginn der Angriffe um etwa 25 Prozent, während der US-weite Benzinpreis um 27 Cent zulegte.