UK plant umfassende Krypto-Regulierung bis 2026

Die britische Finanzaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) steht kurz vor der Veröffentlichung entscheidender Krypto-Regulierungen. Diese Maßnahmen sind ein zentraler Bestandteil der Bemühungen der Regierung, eine umfassende Krypto-Roadmap zu etablieren und den Markt transparenter zu gestalten.

Die FCA hat zehn regulatorische Vorschläge zur Konsultation gestellt, die den letzten Schritt im Regulierungsprozess für den Kryptosektor darstellen. Ziel ist die Förderung eines offenen, nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Kryptomarktes, dem die Öffentlichkeit vertrauen kann. Die Regulierung zielt darauf ab, dass Investoren die Risiken besser verstehen, anstatt sie gänzlich zu eliminieren.

Die Vorschläge umfassen Geschäftsstandards, Regeln für Krypto-Käufe, Berichterstattung, Sicherung von Vermögenswerten und die Behandlung von Sicherheiten im Einzelhandel.

Weitere geplante Regelungen betreffen die Anwendung der ‚Consumer Duty‘, Schlichtungs- und Streitbeilegungsverfahren sowie Anforderungen an die Schulung und Kompetenz des Personals. Dies zeigt einen ganzheitlichen Ansatz zur Strukturierung des Sektors.

Die Frist für Rückmeldungen zu diesen Vorschlägen ist der 12. März 2026. Im September 2026 wird die FCA das Antragsfenster für Krypto-Asset-Dienstleister (CASPs) zur Registrierung unter dem neuen Lizenzregime öffnen. Unternehmen, die bereits unter den Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche registriert sind, haben bis Oktober 2027 Zeit, eine formelle Zulassung zu erhalten.

Die Regulierungen sollen den Krypto-Markt ähnlich wie traditionelle Finanzprodukte behandeln, mit klaren Informationen für Verbraucher und verhältnismäßigen Anforderungen an Unternehmen.

Obwohl die FCA ‚erhebliche Fortschritte‘ bei der Ausarbeitung der regulatorischen Details meldet, ist der Kryptobereich im Vereinigten Königreich derzeit größtenteils unreguliert. Ausgenommen sind lediglich Finanzwerbung und Maßnahmen zur Bekämpfung von Finanzkriminalität.