Die Ukraine hat die Krypto-Prognoseplattform Polymarket gesperrt, da ihre Aktivitäten als nicht lizenzierte Glücksspiele betrachtet werden. Eine rechtliche Grundlage für die Rückkehr von Polymarket im Einklang mit dem aktuellen ukrainischen Rechtssystem ist derzeit nicht gegeben. Dies betrifft auch fast 200 weitere Glücksspiel-Websites.
Die Entscheidung zur Sperrung von Polymarket und zahlreichen weiteren glücksspielbezogenen Websites wurde am 10. Dezember 2025 von der Nationalen Kommission für die Regulierung elektronischer Kommunikation (NCEC) unter der Resolution Nr. 695 erlassen. Internetdienstanbieter erhielten am 12. Januar 2026 die Anweisung, den Zugang zur Plattform zu blockieren. Die Domain polymarket.com wurde daraufhin in das öffentliche Register der gesperrten Websites der Ukraine aufgenommen.
Es gibt unter dem aktuellen ukrainischen Recht keinen rechtlichen Rahmen für Web3-Prognosemärkte; das Rechtssystem erkennt diese nicht an.
Der Hauptgrund für das Verbot liegt in der Einstufung von Polymarket als nicht lizenziertes Glücksspiel gemäß ukrainischem Recht. Die nationale Glücksspielregulierungsbehörde PlayCity hatte die Sperrung empfohlen, da Polymarket ohne entsprechende Lizenz agierte und Märkte mit Bezug zum Krieg zwischen Russland und der Ukraine anbot.
Die grundlegende Problematik ist die fehlende rechtliche Anerkennung von Prognosemärkten im ukrainischen Gesetz. Das Glücksspielgesetz regelt zwar Glücksspielaktivitäten, Prognosemärkte sind jedoch nicht explizit erfasst oder lizenzierbar. Ohne eine Gesetzesänderung kann Polymarket derzeit nicht legal in die Ukraine zurückkehren.
Ukraine-bezogene Märkte auf Polymarket zogen Wetten im Gesamtwert von über 410 Millionen US-Dollar an, abgeschlossene Wetten betrafen rund 270 Millionen US-Dollar.
Polymarket unterliegt weltweit Beschränkungen in über 30 Ländern, darunter Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Italien, wo die Angebote ebenfalls oft als nicht lizenzierte Glücksspiele eingestuft werden.




