Unternehmen kaufen Bitcoin 3x schneller als produziert wird

Unternehmen und institutionelle Anleger treiben die Nachfrage nach Bitcoin massiv an. Die Aufnahmerate in Unternehmensbilanzen übersteigt die Produktion durch Miner um das Dreifache. Neue Nachfragekanäle wie Treasury-Unternehmen und Spot-ETFs spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Laut On-Chain-Daten haben Unternehmen in den sechs Monaten vor Januar 2026 rund 260.000 BTC erworben. Dieses Tempo liegt deutlich über der Neugenerierung durch Mining. Dies signalisiert eine Verschiebung von spekulativen Einzelhandelskäufen hin zu strategischen Unternehmensbeständen.

Unternehmen sehen in Bitcoin einen strategischen Vermögenswert zur Wertsteigerung oder als Inflationsschutz.

Befürworter heben die Flexibilität bei der Finanzierung und neue Anlagemöglichkeiten in digitale Assets hervor. Bitcoin wird zudem als Schutz vor Inflation und zur Diversifizierung von Barbeständen betrachtet, was das Portfoliorisiko senken kann.

Führende Unternehmen wie MicroStrategy, das 61,65 % der Bitcoin-Bestände öffentlicher Firmen hält, sind Vorreiter. Auch Marathon Digital Holdings, Riot Platforms Inc. und CleanSpark Inc. gehören zu den großen Haltern. Insgesamt halten laut CoinGecko 164 Institutionen 1.729.936 BTC, was 8,24 % des Gesamtangebots entspricht (Stand: Januar 2026).

Bitcoin-Miner erhalten neue Coins als Blockbelohnungen, müssen aber oft einen Teil verkaufen, um Betriebskosten zu decken. Steigende Kosten wie Strompreise stellen Herausforderungen dar. Das Bitcoin-Halving reduziert zudem das Neuangebot und verschärft die Angebotsknappheit.

Die erhöhte Nachfrage von Unternehmen bei gleichzeitig begrenztem Angebot durch Miner führt zu einer angespannten Marktlage.