US-Banken: Tokenisierte Einlagen als Alternative zu Stablecoins

Mehrere US-Regionalbanken entwickeln unter Federführung von Cari Network ein tokenisiertes Einlagennetzwerk auf Basis von ZKsync. Ziel ist es, eine regulierte Alternative zu Stablecoins zu schaffen und die Modernisierung digitaler Zahlungen voranzutreiben. Dieses Netzwerk soll schnelle und sichere Transaktionen ermöglichen, während Einlagen weiterhin den FDIC-Richtlinien unterliegen.

Beteiligte Banken wie Huntington Bancshares, First Horizon, M&T Bank, KeyCorp und Old National Bancorp arbeiten mit Prividium, einer privaten Blockchain von Matter Labs, an der Realisierung des Cari Networks. Diese Technologie erlaubt nur zugelassenen Teilnehmern wie Banken den Zugriff, gewährleistet aber gleichzeitig private und schnelle Transaktionen. Aufsichtsbehörden behalten die Möglichkeit zur Überprüfung.

„Tokenisierte Einlagen, die auf einer soliden Blockchain-Infrastruktur aufbauen, können Zahlungen modernisieren, während versicherte Einlagen im Mittelpunkt der Wirtschaftsaktivität bleiben.“

Im Gegensatz zu Stablecoins bleiben die tokenisierten Einlagen des Cari Networks reguläre Bankeinlagen, die auf den Bilanzen der Banken verbleiben und der Einlagensicherung der FDIC unterliegen. Dies unterscheidet sie von Stablecoins, die oft von Nichtbanken ausgegeben werden. Das Netzwerk ermöglicht Banken, Kundeneinlagen in digitale Token umzuwandeln, die sofort zwischen Institutionen transferiert werden können, ohne das Bankensystem verlassen zu müssen.

Das Cari Network will mit den Geschwindigkeiten und der Rund-um-die-Uhr-Abwicklung kryptonativer Zahlungssysteme konkurrieren, jedoch innerhalb etablierter regulatorischer Rahmenbedingungen. Die breitere Einführung des Netzwerks ist für 2026 geplant. Ein „Minimum Viable Product“ (MVP) wird für März 2026 erwartet, gefolgt von einem Pilotprojekt im dritten Quartal und einem vollständigen kommerziellen Rollout bis Ende 2026.

ZKsync, die zugrundeliegende Layer-2-Lösung für Ethereum, nutzt Zero-Knowledge-Rollup-Technologie für nahezu sofortige Transaktionen mit minimalen Gebühren bei gleichzeitiger Sicherheit. Nach dem „Atlas-Upgrade“ im Oktober 2025 sollen Transaktionskosten von nur 0,0001 US-Dollar und über 15.000 Transaktionen pro Sekunde (TPS) möglich sein. Die UBS hat ZKsync bereits für einen Proof of Concept ihres Goldanlageprodukts erfolgreich getestet.

Die Tokenisierung von Einlagen bietet Banken Vorteile wie verbesserte Liquidität durch Zerlegung von Vermögenswerten, Kosteneffizienz durch automatisierte Transaktionen und die Reduzierung von Zwischenhändlern. Zudem ermöglicht sie erweiterte Dienstleistungen, erhöhte Transparenz und Sicherheit durch unveränderliche Blockchain-Aufzeichnungen sowie den Zugang zu neuen Märkten.