Am 20. Februar 2026 erschütterte ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA die internationalen Finanzmärkte. Die Entscheidung, die Zollpolitik der Trump-Administration für rechtswidrig zu erklären, führte zu sofortigen Reaktionen des Präsidenten und spürbaren Effekten auf den Bitcoin-Markt, der extreme Volatilität zeigte.
Der Oberste Gerichtshof der USA erklärte zahlreiche von der Regierung Trump auf Grundlage des „International Emergency Economic Powers Act (IEEPA)“ von 1977 verhängte Zölle für rechtswidrig. Mit sechs zu drei Stimmen urteilten die Richter, dass dem Präsidenten die klare Ermächtigung des Kongresses für solche umfangreichen Importabgaben fehlte und er seine Befugnisse überschritten habe. Dieses Urteil betraf Zölle, die zuvor im Bereich von 10% bis 50% lagen oder in einigen Fällen sogar 39% erreichten, bevor sie Ende 2025 auf 15% reduziert wurden.
Ökonomen schätzten, dass durch die auf Grundlage des IEEPA eingenommenen Zölle im Jahr 2025 über 175 Milliarden US-Dollar generiert wurden. Die Frage der Rückerstattung dieser bereits eingenommenen Zölle an betroffene Unternehmen blieb offen; Präsident Trump prognostizierte, dass dies voraussichtlich zwei bis fünf Jahre lang gerichtlich ausgefochten werde.
Die Richter urteilten mit sechs zu drei Stimmen, dass dem Präsidenten die klare Ermächtigung des Kongresses für solche umfangreichen Importabgaben fehlte.
Wenige Stunden nach dem Urteil unterzeichnete US-Präsident Donald Trump eine Exekutivanordnung, die die vom Gericht abgelehnten Zölle aufhob und einen neuen, temporären globalen Einfuhrzoll von 10 Prozent ankündigte. Dieser neue Zoll soll für 150 Tage auf die meisten in die USA importierten Waren erhoben werden, wobei bestimmte Ausnahmen für Mineralien, Metalle und wichtige Energieprodukte gelten. Als Rechtsgrundlage nannte die Administration Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974.
Für die Schweiz, die zuvor einem Zollsatz von 15 Prozent unterlag, würde der neue globale Zollsatz von 10 Prozent eine Reduzierung bedeuten. Bestehende Zollvereinbarungen, wie jene zwischen den USA und der EU, die einen allgemeinen US-Zollsatz von 15 Prozent auf EU-Waren festlegte, bleiben von der Gerichtsentscheidung unberührt.
Der Bitcoin-Preis zeigte sich als Reaktion auf die Ankündigungen volatil. Nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs und Trumps Gegenzug fiel der Bitcoin-Kurs kurzzeitig um 2.000 US-Dollar. Er erholte sich jedoch rasch wieder und lag am 21. Februar 2026 wieder bei etwa 68.000 US-Dollar. Am 20. Februar wurde Bitcoin um 67.445 US-Dollar gehandelt und konnte trotz der Turbulenzen ein leichtes Plus verzeichnen. Die Marktkapitalisierung von Bitcoin lag zu diesem Zeitpunkt bei über 1,36 Billionen US-Dollar.
Die allgemeine Marktstimmung nach dem Urteil des Supreme Courts war zunächst positiv, mit steigenden Aktienmärkten, auch wenn die neuen Zollankündigungen erneute Unsicherheit schufen.




