Die Federal Reserve, die US-Notenbank, hat ihre Leitlinien für Banken im Umgang mit Krypto-Vermögenswerten und Dollar-Token weitgehend zurückgezogen. Diese Änderung, die im April und August 2025 bekannt gegeben wurde, markiert eine neue Ära der Aufsicht und könnte Innovationen im Finanzsektor fördern.
Die Federal Reserve hat am 24. April 2025 angekündigt, spezifische Leitlinien für Banken im Zusammenhang mit Krypto-Vermögenswerten und Dollar-Token-Aktivitäten aufzuheben. Dies beinhaltet den Rückzug eines Schreibens von 2022, das staatliche Mitgliedsbanken zur Vorabinformation über Krypto-Aktivitäten verpflichtete, sowie eines Schreibens von 2023, das einen „Supervisory Non-Objection“-Prozess für Stablecoin-Aktivitäten vorschrieb.
Zudem zog sich die Fed von gemeinsamen Erklärungen mit FDIC und OCC zurück, die vor erhöhten Risiken bei digitalen Vermögenswerten gewarnt hatten.
Darüber hinaus wird das im August 2023 initiierte „Novel Activities Supervision Program“ der Federal Reserve zum 15. August 2025 eingestellt. Dieses Programm konzentrierte sich auf neuartige Aktivitäten im Bereich Krypto, DLT und Fintech-Partnerschaften. Die Aufsicht wird nun wieder in den regulären Prozess integriert.
Die Begründung der Fed liegt in einem gestärkten Verständnis von Risiken und Risikomanagementpraktiken. Ziel ist es, die Aufsicht an sich entwickelnde Risiken anzupassen und Innovationen zu fördern, ohne dass es sich um eine Deregulierung handelt.
Banken müssen keine gesonderten Mitteilungen oder Genehmigungen für zulässige Krypto- oder Token-Aktivitäten mehr einholen.
Diese Neuausrichtung wird als Erleichterung für Banken betrachtet und könnte die Entwicklung neuer Krypto-Produkte in den USA beleben. Kritiker äußern jedoch Bedenken, dass dies lediglich ein „Lippenbekenntnis“ sein könnte und der Weg zur vollständigen Akzeptanz von Krypto im Bankwesen noch lang ist.




