US-Sanktionen gegen Krypto-Börsen wegen Iran-Geschäften

Die US-Regierung hat erstmals zwei Krypto-Börsen ins Visier genommen, die mit dem Iran in Verbindung stehen. Das Finanzministerium verhängte Sanktionen gegen Zedcex Exchange Ltd. und Zedxion Exchange Ltd. wegen ihrer Tätigkeit im iranischen Finanzsektor und der Abwicklung von Transaktionen für die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC).

Die Sanktionen wurden vom Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums verhängt. Laut Angaben des Ministeriums erleichtern diese Plattformen die Umgehung von Sanktionen und Geldwäsche zugunsten iranischer Staatsinteressen, insbesondere der IRGC. Dies markiert den ersten Fall, in dem das OFAC gezielt digitale Vermögenswertbörsen für Operationen im iranischen Finanzsektor sanktioniert.

Zedcex Exchange Ltd. hat angeblich Transaktionen im Wert von über 94 Milliarden US-Dollar abgewickelt und sieben Tron (TRX)-Adressen wurden mit der Börse in Verbindung gebracht.

Zedxion Exchange Ltd. listete ursprünglich den iranischen Geschäftsmann Babak Morteza Zanjani als Direktor. Zanjani, der wegen Veruntreuung von Milliarden aus der iranischen nationalen Ölgesellschaft zum Tode verurteilt wurde, soll eine Verbindung zu diesen Börsen haben.

Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Vorgehens, das auch sieben iranische Beamte wegen Menschenrechtsverletzungen einschließt. Finanzminister Scott Bessent betonte, dass die US-Regierung die Bemühungen des Irans unterbinden will, digitale Vermögenswerte zur Umgehung von Sanktionen und zur Finanzierung illegaler Aktivitäten zu nutzen.

Für US-Personen sind Geschäfte mit den sanktionierten Unternehmen verboten und alle in den USA befindlichen Vermögenswerte werden eingefroren.

Auch Nicht-US-Entitäten, die erhebliche Transaktionen mit den gelisteten Parteien durchführen, könnten Sekundärsanktionen unterliegen.