Die Harmonisierung der Gesetzgebung für Krypto-Marktstrukturen in den USA wird durch unterschiedliche Aufsichtsbehörden-Zuständigkeiten und anhaltende legislative Verhandlungen gebremst. Branchenvertreter fordern regulatorische Klarheit, um Innovationen zu fördern und die USA als führendes Krypto-Zentrum zu etablieren.
Ein zentrales Hindernis ist der anhaltende Kompetenzkonflikt zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Die SEC betrachtet viele Krypto-Assets als Wertpapiere, während die CFTC sie als Commodities einstuft. Diese unterschiedlichen Ansichten führen zu regulatorischer Unsicherheit und rechtlichen Auseinandersetzungen, insbesondere bei Staking-, Lending- und DeFi-Plattformen.
Die grundlegende Frage, ob ein Krypto-Asset ein ‚Wertpapier‘, eine ‚Ware‘ oder eine andere Kategorie ist, bleibt weitgehend ungeklärt und erschwert eine einheitliche Regulierung.
Die SEC wendet zur Bestimmung, ob ein Asset ein Investitionsvertrag und somit ein Wertpapier ist, den sogenannten Howey-Test an. Die Behandlung von Stablecoins ist ebenfalls komplex und hängt von ihrer Struktur, ihrem Zweck und ihrer Verbreitung ab.
Legislative Bemühungen im US-Kongress sind von Verzögerungen und parteiübergreifenden Meinungsverschiedenheiten geprägt. Eine für 2025 erwartete Anhörung zur Marktstruktur-Gesetzgebung wurde auf Anfang 2026 verschoben. Trotz einiger Fortschritte bei der Ausarbeitung parteiübergreifender Gesetzgebung bestehen weiterhin Differenzen.
Das US-Repräsentantenhaus hat im Juli 2025 zwar einige krypto-bezogene Gesetze verabschiedet, jedoch fehlt weiterhin ein kohärentes und umfassendes bundesweites Rahmenwerk.
Das Fehlen einer klaren Gesetzgebung wird als Hemmnis für Innovationen in den USA wahrgenommen, insbesondere im Vergleich zu Ländern mit etablierten regulatorischen Rahmenwerken wie der MiCA-Verordnung der EU. Gesetzgeber und Branchenvertreter betonen die Notwendigkeit, Klarheit für die digitale Asset-Industrie zu schaffen.




