Vitalik Buterin unterstützt Roman Storm wegen Datenschutz

Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin bekräftigt seine Unterstützung für Roman Storm, Entwickler von Tornado Cash. Buterin betont die essentielle Bedeutung des Datenschutzes und warnt vor staatlichem Informationszugriff und dessen Risiken.

Vitalik Buterin hat seine anhaltende Unterstützung für Roman Storm, einen Entwickler des Krypto-Mixers Tornado Cash, bekräftigt. Er hebt die fundamentale Bedeutung des Datenschutzes hervor und äußert sich kritisch gegenüber uneingeschränktem staatlichem Zugriff auf Bürgerinformationen. Buterin warnt vor Risiken wie Datenlecks und Missbrauch durch externe Akteure. Er nutze selbst Datenschutz-Tools, einschließlich der von Storm entwickelten, und schätzt, dass sein Name beim Kauf von Software für den persönlichen Gebrauch nicht in Unternehmensdatenbanken erfasst wird. Buterin ist der Ansicht, dass Sicherheit Privatsphäre erfordert und nicht durch diese behindert wird.

„Ich unterstütze Storms Arbeit von Anfang an, da ich sowohl an die Wichtigkeit der Privatsphäre glaube als auch selbst aktiv Datenschutz-Tools nutze.“

Roman Storm, Mitbegründer von Tornado Cash, wurde im August 2023 vom US-Justizministerium unter anderem wegen Verschwörung zur Geldwäsche und Verstößen gegen Sanktionen angeklagt. Im August 2025 wurde er wegen des Betriebs eines nicht lizenzierten Geldüberweisungsgeschäfts für schuldig befunden, wofür eine Höchststrafe von fünf Jahren droht. Bei zwei weiteren Anklagepunkten konnte die Jury kein einstimmiges Urteil erzielen. Storm befindet sich derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß und plant Berufung einzulegen.

Die Staatsanwaltschaft wirft Storm und Tornado Cash vor, die Wäsche von über 1 Milliarde US-Dollar an kriminellen Erlösen ermöglicht zu haben, darunter Hunderte Millionen Dollar für die nordkoreanische Cybercrime-Organisation Lazarus Group. Buterin hat Storms Rechtsverteidigung auch finanziell unterstützt; ein Verteidigungsfonds hat bereits über 750.000 US-Dollar an Spenden gesammelt.

Der Fall wirft grundsätzliche Fragen bezüglich des Spannungsfeldes zwischen Datenschutzrechten und behördlicher Aufsicht auf.

Der Fall könnte einen Präzedenzfall für die Haftung von Entwicklern dezentraler Protokolle schaffen.