Obwohl der US-Dollar als globale Leitwährung gilt, ist es für viele verwirrend, warum ein Britisches Pfund (£) häufig einen höheren Wert in US-Dollar (USD) aufweist. Dies hat weniger mit der Wahrnehmung der Währungswichtigkeit zu tun, als vielmehr mit dem nominalen Wechselkurs und der Kaufkraftparität.
Der nominale Wechselkurs gibt den direkten Umtauschwert zwischen zwei Währungen an. Zum Stand vom 24. Januar 2026 erhält man für ein Pfund Sterling rund 1,35 US-Dollar. Dies bedeutet, dass man auf dem Papier für ein Pfund Sterling mehr erhält, wenn man es in Dollar umtauscht.
Der nominale Wechselkurs bezieht sich ausschließlich auf den direkten Umtauschwert beim Währungstausch.
Die Kaufkraftparität (KKP) bietet eine alternative Messgröße. Sie vergleicht die Kosten eines identischen Warenkorbs in verschiedenen Ländern, um die relative Kaufkraft von Währungen zu ermitteln. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der Big-Mac-Index, der die Preise eines Big-Mac-Burgers international vergleicht.
Diese Vergleiche können aufzeigen, ob eine Währung über- oder unterbewertet ist. So war beispielsweise das Britische Pfund im Big-Mac-Index dem US-Dollar gegenüber unterbewertet, während der Schweizer Franken überbewertet war.
Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst Wechselkurse und Kaufkraft. Dazu gehören Zinssätze und Inflationsraten, die die Attraktivität einer Währung für ausländisches Kapital beeinflussen. Auch Handelsbilanzen, wirtschaftliche Fundamentaldaten und Aussichten sowie geopolitische Ereignisse spielen eine wichtige Rolle. Ein Beispiel für den Einfluss geopolitischer Ereignisse ist der Wertverlust des Pfunds nach dem Brexit-Referendum 2016.
Geopolitische Ereignisse wie das Brexit-Referendum können den Wert einer Währung erheblich beeinflussen.




