XRP-Handel in Südkorea: Kimchi-Premium treibt Volumen

XRP verzeichnet in Südkorea bemerkenswerte Handelsvolumen, die oft Bitcoin und Ethereum übertreffen. Dies wird maßgeblich durch das „Kimchi-Premium“ und die spezifische Börsenstruktur beeinflusst, die sich auf Spot-Handel konzentriert.

In Südkorea hat sich XRP zu einem bevorzugten Handelsinstrument entwickelt. Im Mai 2025 erreichte XRP auf der größten Börse Upbit 27,6 % des 24-Stunden-Handelsvolumens, was 3,7 Milliarden US-Dollar entsprach. Bitcoin lag hierbei mit 340 Millionen US-Dollar deutlich dahinter. Ähnliche Trends zeigten sich auf Bithumb, wo XRP 32 % des Gesamtvolumens ausmachte. Im Dezember 2024 überstieg das XRP-Handelsvolumen auf Upbit allein 4,8 Milliarden US-Dollar, mehr als das kombinierte Volumen von Binance und Coinbase im gleichen Zeitraum. Ein Bericht vom Januar 2026 besagt, dass XRP 70 % bis 80 % des inländischen Handelsvolumens auf reinen Spot-Börsen dominierte.

Das „Kimchi-Premium“ ist ein wesentlicher Treiber für das hohe XRP-Handelsvolumen. Es beschreibt die Situation, in der Kryptowährungen in Südkorea teurer sind als auf internationalen Märkten. Dieses Preisgefälle ermöglicht Arbitragemöglichkeiten, die Händler anziehen, um aus den Preisunterschieden Gewinne zu erzielen.

Südkoreas Börsen wie Upbit und Bithumb sind auf reinen Spot-Handel in koreanischen Won ausgelegt und bieten keine Derivate an. Diese Infrastruktur ist für kurzfristige Handelsentscheidungen optimiert.

Die Beschränkung auf den Spot-Handel und Kapitalverkehrskontrollen tragen dazu bei, dass Kryptopreise in Südkorea oft höher sind. XRPs hohe Liquidität und schnelle Transaktionszeiten machen es zu einem attraktiven Instrument, um Werte zwischen internationalen und koreanischen Börsen zu verschieben und das Kimchi-Premium auszunutzen. Es dient als „Werkzeug für Spekulation“ und „Handelschip“.

Im Januar 2026 finalisierte die südkoreanische Financial Services Commission (FSC) Richtlinien, die ein neunjähriges Verbot von Krypto-Investitionen durch Unternehmen aufheben. Gelistete Unternehmen und professionelle Investoren dürfen nun bis zu 5 % ihres Eigenkapitals in die Top-20-Kryptowährungen auf den größten koreanischen Börsen investieren. Die FSC arbeitet zudem an Stablecoin-Regeln und Spot-Krypto-ETFs.