XRP: Kein Betrug, aber auch keine Revolution

XRP, die digitale Währung des XRP Ledgers, steht im Fokus kontroverser Debatten. Während seine Technologie Vorteile für grenzüberschreitende Zahlungen bietet und juristisch eine Klarheit über seinen Status als Nicht-Wertpapier erreicht wurde, gibt es auch Kritik bezüglich der Dezentralisierung und der Marktakzeptanz.

XRP ist die native Währung des XRP Ledgers, eines dezentralen Registers, das für schnelle und kostengünstige Transaktionen konzipiert ist. Es ermöglicht nahezu sofortige Transaktionen zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher Methoden und dient als Brücke zwischen verschiedenen Währungen und Zahlungssystemen. Ripple Labs, das Unternehmen hinter XRP Ledger, konzentriert sich auf die Bereitstellung von Banklösungen.

XRP ist kein Betrug, da es auf funktionsfähiger Technologie basiert und seinen rechtlichen Status als Nicht-Wertpapier geklärt hat.

Ein Gericht entschied im Juli 2023, dass XRP beim öffentlichen Verkauf kein Wertpapier ist, bei Verkäufen an institutionelle Investoren jedoch schon. Die SEC zog im März 2025 ihre Berufung zurück und akzeptierte, dass XRP als Rohstoff einzustufen ist. Das XRP Ledger nutzt einen Konsensalgorithmus, der Transaktionen typischerweise innerhalb von 3 bis 5 Sekunden mit geringen Gebühren bestätigt.

Trotz technischer Leistungsfähigkeit und juristischer Klärung wird XRP nicht als revolutionär im Sinne vollständiger Dezentralisierung betrachtet. Kritiker weisen auf die hohe Kontrolle von Ripple Labs über das XRP-Angebot hin: Rund 55 Prozent der maximal 100 Milliarden XRP-Coins befinden sich im Besitz von Ripple oder auf einem Treuhandkonto.

Eine ‚Revolution‘ stellt XRP nicht dar, aufgrund von Zentralisierungsbedenken und noch nicht realisierter umfassender Adoption durch Finanzinstitute.

Kritik richtet sich auch gegen die begrenzte Verbreitung der Validatoren. Die reale Nutzung von XRP als Brückenwährung bei Banken hat bisher nicht die breite Massenadoption erreicht. Einige Partner von Ripple nutzen die Technologie des Unternehmens, aber nicht zwingend XRP selbst, was Fragen nach der langfristigen Nachfrage aufwirft. Schwächen sind auch das geringe Total Value Locked (TVL) und die fehlende native Unterstützung für Smart Contracts.