Krypto-Winter: Bitwise-CIO sieht anhaltende Baisse

Der Kryptomarkt durchlebt laut Matt Hougan, CIO von Bitwise, einen tiefen Krypto-Winter und keine vorübergehende Korrektur. Seit Anfang 2025 befindet sich der Markt in einer ausgewachsenen Baisse, die deutlich länger andauert als erwartet.

Hougan vergleicht die aktuelle Situation mit früheren Bärenmärkten wie 2018 und 2022 und beschreibt sie als vergleichbar mit Leonardo DiCaprios Erfahrung in ‚The Revenant‘. Bitcoin hat rund 39 % seines Höchststandes vom Oktober 2025 verloren, während Ethereum sogar 53 % eingebüßt hat. Viele Altcoins verzeichneten noch drastischere Rückgänge.

Die Nachfrage von US-Spot-Bitcoin-ETFs und digitalen Vermögens-Treasuries dämpfte den Absturz erheblich. Diese Akteure kauften über 744.000 BTC im Wert von etwa 75 Milliarden US-Dollar. Ohne diese Kaufkraft hätte der Bitcoin-Kurs um bis zu 60 % fallen können.

Positive Nachrichten wie institutionelles Interesse oder regulatorische Fortschritte werden in einem Krypto-Winter weitgehend ignoriert.

Der Stimmungsindikator Crypto Fear and Greed Index verharrt weiterhin auf extremen Angstniveaus. Historisch gesehen dauern Krypto-Winter etwa 13 Monate vom Höhepunkt bis zum Tiefpunkt.

Hougan vermutet, dass sich der Markt eher dem Ende des Winters nähert als dessen Anfang. Mögliche Auslöser für eine Erholung könnten ein starkes Wirtschaftswachstum, Fortschritte bei der Regulierung (wie der CLARITY Act) und eine staatliche Akzeptanz von Bitcoin sein.