Silberpreis-Crash löst massive Bitcoin-ähnliche Liquidationen aus

Ein drastischer Absturz des Silberpreises um bis zu 33 % Ende Januar 2026 hat zu umfangreichen Liquidationen am Markt geführt, die nun mit Phänomenen im Kryptowährungssektor verglichen werden. Die erhöhten Margin-Anforderungen der CME Group gaben den Ausschlag für dieses turbulente Marktgeschehen.

Ende Januar 2026 erlebte der Silbermarkt einen dramatischen Preisverfall. Medienberichte vom 30. Januar 2026 dokumentierten einen Absturz von 17 %, nachdem der Preis kurzzeitig die Marke von 4 Lakh Rupien überschritten hatte. Andere Quellen berichteten von noch größeren Einbrüchen: Binnen zwei Handelssitzungen fielen die Preise um mehr als 30 %, was wochenlange Gewinne zunichtemachte und den Silberpreis unter 80 US-Dollar pro Unze drückte, nachdem er zuvor Rekordhöhen von über 120 US-Dollar erreicht hatte. Ein separater Bericht vom 2. Februar 2026 sprach von einem ‚Flash Crash‘, bei dem die Silberpreise am vorherigen Freitag um fast 33 % gefallen waren – der stärkste Tagesrückgang seit 1980 – und sich bei etwa 76 US-Dollar einpendelten. Am 3. Februar 2026 gab es eine Erholung bei Silber-Futures um 12,43 % auf 86,58 US-Dollar pro Unze, nachdem ein rekordverdächtiger Liquidationsdruck am Freitag zuvor zu einem Rückgang von 26 % in einer einzigen Sitzung geführt hatte.

Die erhöhten Margin-Anforderungen der CME Group verteuerten das Halten gehebelter Silber-Futures-Positionen erheblich und lösten kaskadierende Liquidationen aus.

Als unmittelbarer Auslöser für den Preisverfall wirkten sich die gestiegenen Margin-Anforderungen der CME Group aus, die das Halten gehebelter Silber-Futures-Positionen drastisch verteuerten. Dies führte zu einer Welle von Margin Calls, die wiederum großflächige Liquidationen am Markt nach sich zogen. Dieses Phänomen, bekannt als kaskadierende Liquidationen, beschreibt einen Prozess, bei dem fallende Kurse zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen und so weitere Preisrückgänge und Liquidationen bedingen.

Die Silber-Futures-Kontrakte verzeichneten innerhalb von vier Stunden Liquidationen in Höhe von 23,95 Millionen US-Dollar, bedingt durch die hohe Volatilität auf dem Spot-Silbermarkt. Auffällig war, dass 64 % dieser Liquidationen Long-Positionen betrafen, wobei der Großteil auf der Hyperliquid-Plattform stattfand. Das aufgetretene Liquidationsvolumen wurde zu diesem Zeitpunkt nur von Bitcoin und Ethereum übertroffen.

Das Liquidationsvolumen von 23,95 Millionen US-Dollar in Silber-Futures übertraf zu diesem Zeitpunkt nur Bitcoin und Ethereum, wobei 64 % der Liquidationen Long-Positionen betrafen.

Die Parallelen zu Bitcoin sind offensichtlich, da auch der Kryptomarkt für technische Long-Squeezes anfällig ist. Hierbei führen zu viele gehebelte Long-Positionen zu Liquidationen, was den Verkaufsdruck weiter erhöht. Daten vom 1. Februar 2026 zeigten, dass bei Bitcoin die Long-Liquidationen 199,20 Millionen US-Dollar und die Short-Liquidationen 30,56 Millionen US-Dollar erreichten.