Jüngste Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) haben zu einem bemerkenswerten Abverkauf an den Finanzmärkten geführt. Sowohl der Technologiesektor als auch der Bitcoin-Kurs wurden signifikant beeinflusst, was Anleger weltweit beunruhigt.
Im Zuge eines sogenannten „KI-Abverkaufs“ sind im Tech- und KI-Segment rund eine Billion US-Dollar an Börsenwert verloren gegangen. Diese Entwicklung wirkte sich auch auf den gesamten Kryptomarkt aus, der zwischen dem 29. Januar und dem 5. Februar einen Rückgang der Marktkapitalisierung um etwa 1 Billion US-Dollar verzeichnete, was einem Minus von über 30 Prozent entsprach.
Der „AI-Scare-Trade“ resultierte aus Sorgen vor überzogenen Erwartungen und einer Neubewertung hoch bewerteter Tech-Unternehmen.
Ein zentrales Narrativ besagt, dass immer leistungsfähigere KI-Modelle Software „on demand“ erzeugen könnten. Dies birgt das Risiko, Margen unter Druck zu setzen und große Teile des „Software as a Service“ (SaaS)-Universums strukturell zu entwerten. Die Veröffentlichung fortgeschrittener KI-Modelle, wie die Claude-Updates von Anthropic, verstärkten diese Befürchtungen.
Die Kapitalflucht aus dem Tech-Sektor erzeugte Verkaufsdruck auf volatilere Anlagen wie Bitcoin. Die Kursentwicklung von Bitcoin folgte in Stressphasen verstärkt US-Tech-Aktien, da Investoren insgesamt Risikopositionen abbauten. So fiel der Bitcoin-Kurs an einem Tag unter 107.000 US-Dollar, nachdem die Angst vor einer KI-Blase einen Ausverkauf am Aktienmarkt ausgelöst hatte.
On-Chain-Daten zeigten zusätzliche Marktbelastungen: Die realisierten Verluste bei Bitcoin erreichten im siebentägigen gleitenden Durchschnitt einen Extremwert von rund 2,6 Milliarden US-Dollar. Solche Ausschläge sind historisch nur in seltenen Phasen extremen Marktstresses aufgetreten. Große Technologieunternehmen wie Alphabet, Meta und Microsoft hatten für 2025 Investitionen in KI von über 200 Milliarden US-Dollar zugesagt, was Bedenken hinsichtlich nicht nachhaltiger Bewertungen aufkommen ließ.




