Das dezentrale Finanzprotokoll (DeFi) ZeroLend stellt nach rund dreijährigem Betrieb seine Dienste ein. Hauptgründe sind sinkende Liquidität, inaktive Blockchain-Netzwerke und anhaltende Sicherheitsbedrohungen, die einen nachhaltigen Betrieb unmöglich machen.
ZeroLend, ein Multi-Chain-Kreditprotokoll, hat die schrittweise Einstellung seines Betriebs bekannt gegeben. Die Entscheidung folgt auf zunehmende operative Schwierigkeiten, die durch eine breitere Marktentwicklung im DeFi-Sektor beeinflusst werden.
Zu den spezifischen Problemen zählten eine signifikante Abnahme der Nutzeraktivität und Kapitalabflüsse in ehemals unterstützten Netzwerken wie Manta Network, Zircuit und X Layer. Auch der Rückzug von Orakel-Anbietern erschwerte den zuverlässigen Betrieb der Märkte.
Das Team von ZeroLend betonte, dass geringe Gewinnmargen im Kreditgeschäft in Kombination mit hohem Risiko zu langfristigen Verlusten führten.
Das Protokoll sah sich mit anhaltenden Sicherheitsbedrohungen durch Hacker und Betrüger konfrontiert, was die geringen Gewinnmargen weiter belastete und den Betrieb unrentabel machte.
Als Reaktion auf die Schließung wurden die Beleihungsquoten (Loan-to-Value, LTV) in den meisten Märkten auf 0 % gesetzt, um weitere Kreditaufnahmen zu unterbinden und nur noch Auszahlungen zu ermöglichen.
Nutzer werden dringend aufgefordert, ihre Gelder so schnell wie möglich von der Plattform abzuheben, um die Sicherheit ihrer Vermögenswerte zu gewährleisten.
Für in liquiditätsarmen Chains festsitzende Vermögenswerte wurden Upgrades zur Wiederherstellung versprochen, und Nutzer von Base Chain LBTC sollen teilweise Rückerstattungen erhalten.




