OpenClaw: Krypto-Verbot nach Betrug und Sicherheitslücken

Das KI-Agenten-Framework OpenClaw hat aufgrund erheblicher Probleme mit Kryptowährungsbetrug eine strenge Anti-Krypto-Politik auf seinem Discord-Server eingeführt. Entwickler Peter Steinberger reagierte damit auf Vorfälle, die das Projekt beinahe zum Scheitern brachten.

Die strikte Regel auf dem Discord-Server von OpenClaw sieht einen sofortigen Ausschluss bei jeder Erwähnung von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen vor. Diese Maßnahme wurde vom österreichischen Entwickler Peter Steinberger ergriffen, nachdem das Projekt durch Betrug und Belästigungen im Zusammenhang mit Krypto massiv beeinträchtigt wurde.

Der Auslöser für das Verbot war ein Vorfall im Januar 2026. Nach einer Markenrechtsbeschwerde musste Steinberger sein Projekt von „Clawdbot“ umbenennen. Während dieser Umstellungsphase kaperten Betrüger seine alten GitHub- und X-Konten und nutzten sie, um einen gefälschten Token namens „$CLAWD“ auf Solana zu bewerben. Dieser Token erreichte schnell eine Marktkapitalisierung von 16 Millionen US-Dollar.

Als Steinberger seine Verbindung zum Token dementierte, brach der Wert um über 90 % ein. Dies führte zu wochenlangen Belästigungen durch Händler, die ihn für den Verlust verantwortlich machten.

Steinberger betonte öffentlich auf X, dass er niemals eine Coin erstellen werde und jedes Projekt, das ihn als Eigentümer aufliste, Betrug sei. Die Richtlinie auf Discord geht über die Bewerbung oder Spam hinaus; selbst die bloße Erwähnung von Kryptowährungen, wie die Nutzung von Bitcoin-Blockhöhen für Benchmarks, führt zu einem Bann. Dies soll das Projekt vor Betrügereien und Fehlinformationen schützen und eine sichere Umgebung schaffen.

Zusätzlich zu den Betrugsfällen wurden Hunderte ungeschützte OpenClaw-Instanzen im Internet entdeckt. Forscher fanden zudem 386 bösartige „Skills“ (Add-on-Skripte) im Repository, von denen viele auf Krypto-Händler abzielten.

Trotz dieser kritischen Herausforderungen entwickelte sich OpenClaw zu einem populären Open-Source-KI-Agenten-Framework mit über 200.000 GitHub-Sternen.

Peter Steinberger arbeitet nun bei OpenAI und leitet dort die Abteilung für persönliche Agenten. OpenClaw wurde in eine unabhängige Open-Source-Stiftung überführt. Das Krypto-Verbot auf Discord bleibt jedoch bestehen, als ständige Erinnerung an die Risiken der Token-Kultur.