Bitcoin Core-Entwickler Matt Corallo gibt Einblicke in die Quantensicherheit von Krypto-Wallets und potenzielle Anpassungen bei Bitcoin durch Soft Forks. Während die meisten Wallets bereits als quantensicher gelten, untersucht die Ethereum Foundation proaktiv den Schutz vor Quantenbedrohungen und spielt eine führende Rolle in diesem Bereich. Die Debatte dreht sich um die langfristige Sicherheit von digitalen Vermögenswerten angesichts fortschreitender Computertechnologie und die Notwendigkeit vorausschauender Maßnahmen.
Die Mehrheit der Krypto-Wallets nutzt Derivationsschemata, die laut Matt Corallo bereits als quantensicher eingestuft werden. Seed-Phrasen, die als Standard in vielen Wallets integriert sind, erhöhen die Sicherheit gegen potenzielle Quantenbedrohungen. Eine typische 12-Wort-Seed-Phrase bietet rund 3,4 × 10³⁸ Kombinationen, während eine 24-Wort-Variante etwa 1,16 × 10⁷⁷ Kombinationen ermöglicht. Diese schiere Anzahl von Möglichkeiten macht einen Brute-Force-Angriff selbst für zukünftige Quantencomputer praktisch unmöglich, was die Bedrohung durch Quantencomputer als nicht unmittelbar für Bitcoin einstuft.
Experten schätzen, dass Quantenbedrohungen erst in 10 bis 25 Jahren relevant werden könnten, und sind keine unmittelbare Gefahr für Bitcoin.
Corallo schlägt vor, dass eine Soft Fork in Bitcoin den Nachweis des Besitzes einer Seed-Phrase als Schutzmaßnahme gegen Quantenbedrohungen einführen könnte. Sollte eine solche Änderung implementiert werden, wären fast alle heutigen Wallets durch die zukünftige Deaktivierung unsicherer Ausgabepfade durch die Bitcoin-Community quantensicher. Dies würde der Community mehr Flexibilität zur Bewältigung des Quantenproblems bieten. Eine schrittweise Einführung quantenresistenter Funktionen und ein breiter Konsens sind für diese Anpassung unerlässlich. Es wird geschätzt, dass Bitcoin bis zu sieben Jahre für einen vollständigen Übergang zu einem post-quanten-sicheren Zustand benötigen könnte.
Die Ethereum Foundation nimmt eine Vorreiterrolle im Umgang mit Quantenbedrohungen ein. Sie hat ein spezialisiertes Post-Quantum-Team unter der Leitung von Thomas Coratger ins Leben gerufen, das an neuen Technologien und fortschrittlicher Kryptografie arbeitet. Dieses Team, unterstützt von Entwicklern des LeanVM-Projekts, zielt darauf ab, das Ethereum-Netzwerk vor den potenziellen Gefahren von Quantencomputern zu schützen. Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum, betont die Bedeutung von entschlossenem und vorausschauendem Handeln. Die Ethereum Foundation bewegt sich von der experimentellen Phase hin zur produktiven Implementierung resilienter Kryptografielösungen.
Die Ethereum Foundation geht von der Experimentierphase zur produktiven Implementierung resilienter Kryptografie über, um das Netzwerk zu schützen.




