Cipher Mining hat sich in Cipher Digital umbenannt und vollzieht einen strategischen Wandel weg vom Bitcoin-Mining hin zum Hochleistungsrechnen (HPC). Diese Neuausrichtung erfolgte im Zuge der Veröffentlichung der Finanzergebnisse für 2025, die hinter den Erwartungen zurückblieben.
Das Unternehmen zielt darauf ab, durch die Entwicklung und den Betrieb von HPC-Rechenzentren stabile, langfristige Cashflows zu generieren. Dazu hat Cipher Digital seine Beteiligungen an Mining-Standorten und ausgewählte Bitcoin-Mining-Maschinen für rund 40 Millionen US-Dollar in einer Aktientransaktion an Canaan Inc. veräußert. Die verbleibenden Bitcoin-Bestände sollen im Jahr 2026 liquidiert werden, um die Finanzierung des Infrastrukturübergangs zu unterstützen.
Im vierten Quartal 2025 lag der Umsatz von Cipher Digital bei 60 Millionen US-Dollar, unter der Prognose von 84,4 Millionen US-Dollar. Der bereinigte Verlust pro Aktie betrug 0,14 US-Dollar.
Trotz der verfehlten Gewinnziele und eines bereinigten Nettoverlusts von 55 Millionen US-Dollar für das Quartal zeigten sich die Aktien von Cipher Digital zunächst positiv, mit anfänglichen Gewinnen von 6 %. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse gab es jedoch eine mäßig negative Marktreaktion mit einem Rückgang der Aktienkurse.
Cipher Digital hat bereits eine Bruttokapazität von 600 MW für HPC-Dienstleistungen vertraglich gesichert. Dies beinhaltet einen 15-jährigen Vertrag über 300 MW mit Amazon Web Services (AWS) sowie einen 10-jährigen Vertrag über 300 MW mit Fluidstack und Google. Diese Vereinbarungen sichern voraussichtlich etwa 8,5 Milliarden US-Dollar an vertraglich zugesicherten HPC-Mietzahlungen, die ab 2026 erwartet werden.
Zur Finanzierung des Ausbaus der HPC-Rechenzentren hat Cipher Digital drei Anleiheemissionen mit einem Gesamterlös von 3,73 Milliarden US-Dollar abgeschlossen.




