Senatorin Elizabeth Warren hat erhebliche Bedenken gegen den Banklizenzantrag eines mit Donald Trump verbundenen Krypto-Unternehmens geäußert. Sie warnt vor einem beispiellosen Interessenkonflikt, während das OCC auf standardisierte Prüfverfahren pocht.
Im Zentrum der Kontroverse steht die World Liberty Financial (WLF), deren Tochtergesellschaft World Liberty Trust Company, NA (WLTC) im Januar 2026 eine Zulassung als nationale Trustbank beantragte. Ziel ist die Ausgabe und Verwahrung des Stablecoins USD1, der durch Dollar gedeckt ist und primär für institutionelle Kunden gedacht ist. Senatorin Warren gibt an, dass World Liberty Financial von Präsident Trump mitbegründet worden sei.
Weiterhin wird ein Investment in Höhe von 500 Millionen Dollar durch Aryam Investment 1 erwähnt, das mit den Vereinigten Arabischen Emiraten verbunden ist. Vor Trumps Präsidentschaft erwarb dieses Unternehmen 49 % von WLFI. Es gibt Behauptungen, dass Teile dieser Gelder an die Familie Trump und verbundene Unternehmen geflossen seien.
Warren forderte das OCC wiederholt auf, die Prüfung des Banklizenzantrags der World Liberty Financial zu verzögern oder abzulehnen. Sie argumentiert, dass eine Genehmigung einen ‚beispiellosen Interessenkonflikt‘ schaffen würde.
Comptroller Jonathan Gould lehnte Warrens Forderungen ab und erklärte, das OCC werde den Antrag gemäß den üblichen Verfahren bearbeiten. Er konfrontierte Warren mit den Worten: „Der einzige politische Druck, den ich von irgendeiner Stelle der US-Regierung verspürt habe, Senatorin, ist von Ihnen gekommen“.
Die anfängliche Öffnung des OCC für Krypto-Banken erfolgte unter Brian Brooks. Unter seiner Leitung wurden Auslegungsschreiben erlassen, die Banken erlaubten, bestimmte Krypto-Aktivitäten auszuführen, und die erste nationale Banklizenz für ein Krypto-Unternehmen genehmigt. Nach seiner Amtszeit trat Brooks dem Vorstand von BitGo bei, einem Unternehmen, das die Reservevermögen für USD1 verwahrt.
Senatorin Warren setzt sich zudem für strengere Regulierungen der Kryptoindustrie ein. Sie befürwortet ein ‚Digital Asset Anti-Money Laundering Act‘ und warnte davor, die Kryptoindustrie mit Steuergeldern zu retten, da dies direkt Trump und seine Familie bereichern könnte.




