In Minnesota wird ein umfassendes Verbot von Krypto-Geldautomaten diskutiert, um die wachsende Welle von Betrugsfällen einzudämmen, die insbesondere ältere Bürger treffen. Ein Gesetzesentwurf zielt darauf ab, die Nutzung dieser Automaten für kriminelle Zwecke zu unterbinden.
Ein Gesetzesentwurf namens House File (HF) 3642 wurde im Februar 2026 von der DFL-Abgeordneten Erin Koegel im Repräsentantenhaus von Minnesota eingebracht. Die Initiative wird von Strafverfolgungsbehörden und dem Handelsministerium von Minnesota unterstützt, die Krypto-Geldautomaten als bevorzugtes Werkzeug für Betrüger betrachten.
Die Stadt Faribault meldete für ihre Bewohner geschätzte Verluste von 500.000 US-Dollar durch Kryptowährungs-Geldautomaten-Betrügereien seit 2022, wobei das Durchschnittsalter der Opfer 68 Jahre betrug.
Das Handelsministerium von Minnesota verzeichnete im Jahr 2025 70 kioskbezogene Beschwerden mit gemeldeten Gesamtverlusten von 540.000 US-Dollar. Landesweit verloren Opfer im Jahr 2023 in über 5.500 Fällen mehr als 189 Millionen US-Dollar durch Betrug mit Krypto-Geldautomaten.
Bereits 2024 hatte Minnesota ein Gesetz zur Betrugsbekämpfung erlassen, das Offenlegungspflichten und eine tägliche Transaktionsgrenze von 2.000 US-Dollar für neue Kunden vorsah. Strafverfolgungsbehörden und das Handelsministerium sind jedoch der Ansicht, dass diese Maßnahmen unzureichend sind und von Betrügern leicht umgangen werden können.
Unternehmen wie CoinFlip mit 50 Kiosken im Staat argumentieren, dass ein regulatorischer Rahmen einem vollständigen Verbot vorzuziehen wäre, da Krypto-Geldautomaten eine Brücke zur digitalen Finanzinfrastruktur darstellen.
Derzeit gibt es in Minnesota etwa 350 lizenzierte Kryptokioske, die von acht bis zehn Unternehmen betrieben werden. Die Stadt St. Paul hat bereits ein Verbot von Kryptokiosken genehmigt, das im Dezember (vermutlich 2025) in Kraft trat. Das Handelsministerium von Minnesota plant zudem, einen umfassenderen Verbraucherschutzvorschlag vorzulegen, der dieses Verbot beinhaltet.
Sollte der Gesetzentwurf HF 3642 verabschiedet werden, könnte Minnesota einer der ersten US-Bundesstaaten sein, der physische Kryptowährungsterminals vollständig abschafft. Der Gesetzentwurf zielt speziell auf physische Kioske ab und würde Online-Kryptowährungstransaktionen weiterhin ermöglichen.




