Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC und die Rohstoff-Futures-Handelskommission CFTC beenden ihre langjährige Rivalität mit einem bahnbrechenden Abkommen zur kombinierten Krypto-Aufsicht. Dieses Memorandum of Understanding (MOU) soll für mehr regulatorische Klarheit sorgen und Innovationen im digitalen Asset-Markt fördern.
Die Unterzeichnung des MOU am oder um den 11. März 2026 markiert das Ende jahrelanger regulatorischer Unsicherheiten. Digitale Vermögenswerte wurden oft sowohl als Wertpapiere (SEC) als auch als Rohstoffe (CFTC) eingestuft, was zu widersprüchlichen Regeln und behinderter Innovation führte. SEC-Vorsitzender Paul Atkins nannte dies eine „bedauerliche Ära der doppelten Durchsetzungsmaßnahmen“ und betonte die Notwendigkeit, Unternehmen vor regulatorischer Unsicherheit zu schützen.
„Unternehmen sollten nicht zwischen den Regulierungsbehörden hin- und hergeschoben werden.“
Das Abkommen zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zu verbessern, um legitime Innovationen zu unterstützen, die Marktintegrität zu wahren und Investoren sowie Kunden zu schützen. Auch wenn das MOU nicht rechtlich bindend ist, signalisiert es eine starke Absicht zur Harmonisierung der Aufsichtsrahmen.
Begleitend zum MOU wurde die „Gemeinsame Harmonisierungsinitiative“ ins Leben gerufen, die von Robert Teply (SEC) und Meghan Tente (CFTC) geleitet wird. Diese Initiative konzentriert sich auf die Klärung von Produktdefinitionen, die Modernisierung von Clearing- und Margin-Regeln sowie die Reduzierung von Reibungsverlusten für Unternehmen, die unter beiden Behörden registriert sind.
Weitere Schwerpunkte sind die Schaffung eines geeigneten Regulierungsrahmens für Krypto-Assets, die Rationalisierung der Berichterstattung und die Koordinierung von marktübergreifenden Prüfungen und Durchsetzungsmaßnahmen. Zukünftige gemeinsame Treffen und eine „Harmonisierungs-Website“ sollen den Dialog und die Koordination erleichtern. Auch die Möglichkeit einer „substituierten Compliance“ wird geprüft.
CFTC-Vorsitzender Michael Selig betonte das Engagement zur Harmonisierung für eine „umfassende und nahtlose Finanzmarktüberwachung“.




