Das Team hinter der Solana-Software Firedancer verlangt künftig die dauerhafte Verbrennung von 1 SOL pro Sicherheitsbericht. Damit soll die Belastung durch KI-generierte Einsendungen drastisch eingedämmt werden.
Sicherheitsforscher müssen künftig 1 SOL, was einem Wert von etwa 100 US-Dollar entspricht, dauerhaft verbrennen, wenn sie einen Fehlerbericht bei Firedancer einreichen. Diese neue Gebühr ist strikt nicht erstattungsfähig. Dies gilt selbst dann, wenn ein Bericht ungültig ist, außerhalb des Programms liegt oder doppelt eingereicht wurde. Berichte ohne eine solche Token-Verbrennung sind grundsätzlich von jeglichen Belohnungen ausgeschlossen. Zusätzlich limitiert die neue Plattform jeden Hauptbericht auf maximal 3.000 Zeichen.
Hintergrund dieser Maßnahme ist ein einmonatiger Audit-Wettbewerb vom 9. April bis zum 9. Mai im Wert von 1 Million US-Dollar. Dieser brachte von 162 Forschern insgesamt 809 Berichte ein, von denen 127 einzigartige Sicherheitsfunde waren. Fast die Hälfte der gültigen Einsendungen waren jedoch Duplikate. Das Team vermutet, dass KI-Agenten nahezu jede Einsendung generiert oder geschrieben haben.
Ishan Bhatt von Jump Crypto erklärte dazu treffend: AI has made finding bugs cheap, but judging them is still expensive.
Durch die Flut an Einsendungen erreichte der Rückstau an offenen Berichten zeitweise einen Höchststand von 299. Dies erforderte aufwendige Überprüfungen, ob die vorgeschlagenen Angriffe überhaupt funktionieren. Etwa 80 Prozent der Duplikate trafen dabei erst mehr als drei Tage nach dem jeweiligen Originalbericht ein.
Parallel zu den neuen Einreichungsgebühren erhöht Jump Crypto die Belohnungen vorübergehend. Bis zum 20. November erhalten berechtigte Funde die doppelten Standardauszahlungen. Für Fehler im neuen Abstimmungssystem Alpenglow zahlt das Unternehmen sogar das Dreifache, wobei kritische Alpenglow-Befunde mit bis zu 300.000 US-Dollar vergütet werden können.




