Liquid Network: Deckungslücke nach Softwarefehler

Am 6. September 2026 nutzte ein Angreifer einen Softwarefehler in Elements aus und erstellte ungedeckte L-BTC. Nach Rückzahlungen verblieb ein Verlust von rund 600 BTC, dessen Schließung nun bevorsteht.

Am 6. September 2026 kam es bei dem auf der Software Elements basierenden Liquid Network zu einem Sicherheitsvorfall. Ein Angreifer nutzte einen Fehler aus, um ungedeckte L-BTC im Wert von rund 4.000 BTC zu erstellen. Die Reserven sanken daraufhin von rund 4.205 BTC auf 197 BTC. Nach erfolgreichen Verhandlungen gaben die Angreifer 3.400 BTC zurück, wodurch ein Verlust von etwa 600 BTC zurückblieb.

Aktuellen Daten vom 27. Oktober 2026 zufolge ging eine Testtransaktion über 2,53048101 BTC in der Liquid-Föderations-Wallet ein. Damit hält die Wallet nun rund 3.649 BTC, während dem 4.249 L-BTC gegenüberstehen. Dies entspricht einer Deckung von rund 85,88 Prozent und einer verbleibenden Lücke von etwa 600 BTC.

Das verbleibende Defizit von 600 BTC wird in den kommenden Tagen vollständig gedeckt sein, wobei Blockstream die Verluste übernimmt.

Laut JAN3-CEO Samson Mow wird das verbleibende Defizit in den kommenden Tagen komplett gedeckt. Blockstream hat zugesagt, die Verluste zu übernehmen, statt sie auf die Nutzer abzuwälzen, und formulierte dies als eine Frage von wann, nicht ob. Am 20. Oktober 2026 wurde zudem ein externer Sicherheitsaudit abgeschlossen.

Aufgrund des Vorfalls sind direkte Peg-outs, also die Rückführung von Bitcoin vom Liquid Network auf die Haupt-Bitcoin-Kette über die Föderation, derzeit ausgesetzt. Sie sind nur eingeschränkt über Drittanbieter-Swap-Dienste möglich. Die vollständige Schließung der 600-BTC-Lücke ist die zwingende Voraussetzung für die Reaktivierung der direkten Auszahlungen.