Aave: 27 Millionen US-Dollar durch Oracle-Fehler liquidiert

Die dezentrale Finanzplattform Aave hat am 10. März 2026 eine unplanmäßige Liquidation von rund 27 Millionen US-Dollar verzeichnet. Auslöser war ein Preisfehler im Oracle-System, der zu einer fehlerhaften Bewertung von wstETH führte und damit zu ungerechtfertigten Liquidationen von Nutzerpositionen.

Der Vorfall wurde durch eine veraltete Konfiguration im Risiko-Orakel CAPO von Aave verursacht. Dies führte zu inkorrekten Preisaktualisierungen für Wrapped Staked Ether (wstETH), wodurch ansonsten gesunde Positionen fälschlicherweise als unterbesichert eingestuft und liquidiert wurden. Obwohl das Aave-Protokoll selbst keine uneinbringlichen Forderungen erlitt, waren Nutzer von den fehlerhaften Liquidationen betroffen.

Laut Blockchain-Daten von Chaos Labs beliefen sich die Liquidationen auf etwa 27 Millionen US-Dollar. Während dieser temporären Preisdiskrepanz konnten Liquidatoren Prämien und Gewinne in Höhe von ungefähr 499 ETH erzielen.

Die Liquidatoren sicherten sich im Zuge der temporären Preisdiskrepanz Prämien und Gewinne von etwa 499 ETH.

Als Reaktion auf den Vorfall hat Aave das Protokoll auf die vorherige Preis-Oracle-Konfiguration zurückgesetzt. Die entzogenen Liquidationsprämien sollen im Rahmen eines Entschädigungsprozesses an die betroffenen Nutzer zurückerstattet werden, um die durch den Fehler entstandenen Unannehmlichkeiten zu beheben.

Aave zählt zu den größten dezentralen Kreditprotokollen und verwaltet Vermögenswerte in Milliardenhöhe. Das kumulierte Kreditvolumen übersteigt 1 Billion US-Dollar. Dieses Ereignis unterstreicht die betrieblichen Risiken, die selbst in etablierten DeFi-Infrastrukturen bestehen können, obwohl Liquidationen ein wesentlicher Mechanismus zum Schutz von Kreditgebern und zur Wahrung der Protokollintegrität sind.

Das Ereignis verdeutlicht die betrieblichen Risiken in der DeFi-Infrastruktur, auch wenn Liquidationen ein wesentlicher Bestandteil von DeFi-Protokollen sind.