Die Makroökonomin Lyn Alden sieht in einer möglichen Überbewertung von KI-Aktien einen potenziellen Auslöser für den nächsten Aufwärtsimpuls bei Bitcoin. Sie erklärt, dass ein Umschichten von Kapital aus überbewerteten KI-Titeln hin zu Bitcoin stattfinden könnte, wenn weitere Kursgewinne schwer zu rechtfertigen sind. Dies könnte einen marginalen Kapitalzufluss generieren, der ausreicht, um den Bitcoin-Preis zu bewegen.
Alden erläutert in einem Interview, dass KI-Aktien irgendwann einen Höhepunkt erreichen könnten, indem sie unrealistisch groß und stark überbewertet werden. Wenn der Preis eines Vermögenswerts ein Niveau erreicht, bei dem zusätzliche Gewinne kaum noch zu rechtfertigen sind, verlagern Investoren ihr Kapital oft zu anderen Anlagen mit größerem Potenzial. Dieses Phänomen könnte sich positiv auf Bitcoin auswirken.
Wenn der Preis eines Vermögenswerts ein Niveau erreicht, bei dem zusätzliche Gewinne schwer zu rechtfertigen sind, verlagert sich Kapital häufig in andere Anlagemöglichkeiten mit größerem Potenzial.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notierte Bitcoin bei rund 67.849 US-Dollar, was einem Rückstand von fast 46 % auf sein Allzeithoch von 126.100 US-Dollar im Oktober entspricht. Alden betont, dass Bitcoin für Preissteigerungen keinen massiven Kapitalzufluss benötigt. Bereits ein kleiner Betrag neuer Nachfrage kann ausreichen, da langfristige Halter eine Art Preisuntergrenze schaffen und kurzfristige Händler Kapital umschichten.
Für die unmittelbare Zukunft rechnet Alden nicht mit einem schnellen, kurzfristigen Anstieg des Bitcoin-Preises. Sie merkt an, dass Bitcoin selten „V-förmige Böden“ ausbildet, mit Ausnahme von Ereignissen wie den COVID-Stimuli. Typischerweise erreicht der Kurs ein Tief und tendiert dann über einen längeren Zeitraum seitwärts, was Alden als einen „Mahlprozess“ oder „grind“ beschreibt.
Bitcoin bildet selten „V-förmige Böden“ aus, abgesehen von Ereignissen wie COVID-Stimuli. Stattdessen tendiert der Kurs meist über längere Zeit seitwärts.




