Demokraten fordern Untersuchung von Trumps Krypto-Geschäften

US-Demokraten im Repräsentantenhaus fordern das Finanzministerium zur Untersuchung der Kryptounternehmungen der Familie Trump auf. Im Fokus stehen dabei potenzielle Interessenkonflikte und nationale Sicherheitsrisiken, insbesondere im Zusammenhang mit dem Unternehmen World Liberty Financial (WLFI). Die Abgeordneten werfen Bedenken hinsichtlich ausländischer Investitionen und deren möglicher Einflussnahme auf die Integrität der Regulierung auf.

Die Forderung nach einer Untersuchung richtet sich gegen die 500-Millionen-Dollar-Investition eines emiratischen Royals, Scheich Tahnoon bin Zayed Al Nahyan, in World Liberty Financial. Diese Transaktion soll den Investoren eine 49-prozentige Beteiligung an WLFI sowie Zugang zu KI-Chip-Technologie gewährt haben. Ein Teil der Vorauszahlung, rund 187 Millionen US-Dollar, soll direkt an Unternehmen der Trump-Familie geflossen sein, kurz vor Donald Trumps zweiter geplanter Amtszeit im Januar 2025.

Angeführt von Gregory Meeks aus New York, haben die Abgeordneten Finanzminister Scott Bessent in einem Brief um eine formelle Überprüfung der Unternehmensstruktur und der ausländischen Investitionsverbindungen von WLFI gebeten. Sie betonen, dass es um mehr als nur Krypto-Regulierung gehe; es gehe um ausländischen Besitz, nationale Sicherheit und die Glaubwürdigkeit der Regulierung, auch im Hinblick auf die Rolle des Weißen Hauses im Banklizenzierungsprozess.

„Es geht nicht nur um eine technische Debatte über Krypto-Regulierung, sondern um ausländischen Besitz, nationale Sicherheit und die Integrität der Regulierung.“

World Liberty Financial (WLF), mitbegründet von Donald Trump und seinen Söhnen Donald Jr. und Eric, wurde im September 2024 gestartet und bietet Governance-Token sowie den Stablecoin USD1 an. Der $TRUMP Memecoin kam im Januar 2025 auf den Markt. Berichten zufolge soll die Familie Trump allein in der ersten Jahreshälfte 2025 über 800 Millionen US-Dollar aus Krypto-Verkäufen eingenommen haben. Der Wert der Kryptounternehmen, die weniger als ein Jahr alt sind, wird auf rund 2,9 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Demokratische Senatoren wie Elizabeth Warren und Andy Kim haben ebenfalls das Finanzministerium aufgefordert, die nationalen Sicherheitsimplikationen der Investition aus den Vereinigten Arabischen Emiraten durch das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) prüfen zu lassen. Sie forderten eine Bestätigung, ob der Deal geprüft wurde und ob Präsident Trump Empfehlungen erhielt.

Die Demokraten äußern zudem Bedenken, dass unter der Trump-Administration Bundesuntersuchungen und Vollstreckungsmaßnahmen gegen Kryptowährungsfirmen, die gespendet oder in Trumps Unternehmen investiert hatten, gestoppt oder beendet worden seien.