Ethereum: Vitalik Buterin will Node-Software vereinfachen

Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum, strebt eine Vereinfachung der Node-Software an, um das Netzwerk zugänglicher und dezentraler zu gestalten. Ziel ist es, die hohen Hardware- und Speicheranforderungen zu senken, die derzeit den Betrieb eines vollwertigen Knotens erschweren.

Die aktuelle Architektur von Ethereum mit getrennten Ausführungs- und Beacon-Clients erhöht die Komplexität für Nutzer, die eigene Nodes betreiben wollen. Der Betrieb eines vollständigen Knotens erfordert derzeit über 1,3 Terabyte Speicherplatz. Dies zwingt viele Nutzer, auf zentrale Remote Procedure Call (RPC)-Dienste zurückzugreifen. Ein Großteil der aktiven Ethereum-Nodes läuft über zentrale Webanbieter wie Amazon Web Services, was die Dezentralisierung, Zensurresistenz und Privatsphäre des Netzwerks gefährdet. Buterin argumentiert, dass die langfristige Gesundheit von Ethereum davon abhängt, dass Nutzer eigene Nodes betreiben können.

Hohe Anforderungen an Speicherplatz erschweren die Zugänglichkeit und fördern die Nutzung zentralisierter Dienste, was die Dezentralisierung gefährdet.

Um die Software zu vereinfachen und die Anforderungen zu senken, schlägt Buterin mehrere Maßnahmen vor. Ein zentraler Vorschlag ist die Implementierung von EIP-4444 (History Expiration), das die Speicherung alter Verlaufsdaten auf etwa 365 Tage beschränken würde. Dies könnte den benötigten Festplattenspeicher um etwa 50 % reduzieren, wobei langfristige Daten in einem verteilten Speichernetzwerk vorgehalten würden.

Weitere Vorschläge umfassen das Konzept der ’stateless nodes‘, die Zero-Knowledge-Proofs (ZK-Proofs) zur Transaktionsvalidierung nutzen und nur relevante Daten speichern. Kurzfristig könnten standardisierte Wrapper für Docker-Installationen oder vereinheitlichte Nodes wie Nimbus die Komplexität der getrennten Clients mindern. Die umfassendere Initiative ‚The Purge‘ zielt darauf ab, unnötige Netzwerkgeschichte zu eliminieren und das Protokoll zu optimieren.

Die Implementierung von EIP-6780 im Dencun-Hardfork hat bereits die Funktionen des ‚SELFDESTRUCT‘-Codes reduziert. Buterin äußert den Wunsch nach einer zukünftigen Abschaffung dieses Codes. Zusätzliche Optimierungen beinhalten Reformen des ‚LOG‘-Opcodes und die Entfernung weniger benötigter ‚Precompiles‘. Der Übergang zur effizienteren ‚SimpleSerialize‘ (SSZ)-Struktur wird ebenfalls angestrebt.

Die Vereinfachung soll die Einstiegshürden senken und könnte das Betreiben eines Ethereum-Knotens auf Smartphones oder über Browser-Erweiterungen ermöglichen.

Die angestrebte Vereinfachung der Node-Software soll die Einstiegshürden für Node-Betreiber senken, die Dezentralisierung fördern und Privatsphäre sowie Zensurresistenz erhöhen. Buterin sieht die Möglichkeit, dass das Betreiben eines Ethereum-Knotens künftig auf Standardgeräten, einschließlich Smartphones oder über Browser-Erweiterungen, möglich sein könnte, was die Abhängigkeit von Cloud-Diensten verringern würde.