Rui-Siang Lin, der 24-jährige Gründer des Darknet-Drogenmarktes „Incognito Market“, wurde zu einer langen Haftstrafe von 30 Jahren verurteilt. Das Urteil in den USA gilt als bedeutender Schlag gegen illegale Online-Drogenhandelsplattformen.
Lin, der online unter dem Alias „Pharaoh“ operierte, war für den Betrieb des „Incognito Market“ verantwortlich, der zwischen Oktober 2020 und März 2024 im Darknet aktiv war. Über diese Plattform wurden illegale Drogen weltweit anonym gehandelt. Die Staatsanwaltschaft gab an, dass Drogengeschäfte im Wert von über 105 Millionen US-Dollar abgewickelt wurden.
Insgesamt fanden über die Plattform mehr als 640.000 Transaktionen statt, die sich an Hunderttausende Käufer weltweit richteten. Lin wurde im Mai 2024 am John F. Kennedy Flughafen in New York festgenommen. Seine Identifizierung gelang den Ermittlern durch eine Kombination aus Blockchain-Analyse, verdeckten Käufen und der Auswertung von Domain-Registrierungsdaten.
Domain-Registrierungsdaten enthielten teils Lins echte persönliche Informationen, wie Name, Telefonnummer und Adresse.
Lin hatte sich im Dezember 2024 mehreren Anklagepunkten schuldig bekannt, darunter Drogenverschwörung, Geldwäsche und der Vertrieb von verfälschten Medikamenten. Das Urteil erfolgte am Dienstag, den 3. Februar 2026.
Die Staatsanwaltschaft betonte, dass Lins Handlungen zu mindestens einem Todesfall führten und die Opioidkrise verschärften.
Diesem kriminellen Handeln wurde Leid für über 470.000 Drogenkonsumenten und deren Familien zugefügt. Der Fall wird als einer der größten Online-Drogenmarkt-Fälle seit dem „Silk Road“-Prozess betrachtet.




