Kanadas Investment-Regulierungsbehörde CIRO hat neue Regeln für die Verwahrung von Krypto-Assets erlassen. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass sich Vorfälle wie der Zusammenbruch von QuadrigaCX nicht wiederholen und den Anlegerschutz stärken.
Der Kollaps der kanadischen Kryptobörse QuadrigaCX im Jahr 2019 führte zu massiven Verlusten für Anleger, nachdem deren CEO Gerald Cotten verstarb und als einziger Zugriff auf die Offline-Wallets hatte. Dies machte Krypto-Assets im Wert von bis zu 250 Millionen C$ unzugänglich. Eine spätere Untersuchung durch die Ontario Securities Commission (OSC) ergab, dass QuadrigaCX ein Betrug und ein Ponzi-Schema war, bei dem Kundenvermögen missbraucht wurde.
Über 76.000 Kunden von QuadrigaCX verloren geschätzte 215 Millionen US-Dollar an Vermögenswerten, von denen mindestens 169 Millionen US-Dollar unwiederbringlich verloren gingen.
Als Reaktion auf diese Ereignisse hat die Canadian Investment Regulatory Organization (CIRO) in Zusammenarbeit mit den Canadian Securities Administrators (CSA) das „Digital Asset Custody Framework“ veröffentlicht. Dieses Framework legt klare Erwartungen für Betreiber von Krypto-Asset-Handelsplattformen (CTPs) fest.
Zu den Kernanforderungen des neuen Rahmens gehören die Einhaltung von Mindestkapitalvorschriften und der Aufbau einer Infrastruktur auf institutionellem Niveau. Dies beinhaltet die Anforderung von SOC 2-Berichten, spezifische Krypto-Asset-Sicherheitsprüfungen und externe Überprüfungen der Cybersicherheitskontrollen.
Weitere wichtige Punkte sind ein ausreichender Versicherungsschutz, der Fidelity- und Specie-Deckung einschließt, sowie strenge rechtliche und gerichtliche Kontrollen. Die Regeln schreiben auch eine klare Trennung der Kundenvermögen von den Eigenmitteln der Plattform vor, um eine Vermischung zu verhindern.
Diese Maßnahmen sollen die Verwahrung digitaler Vermögenswerte durch Krypto-Handelsplattformen sicherer gestalten und das Vertrauen der Anleger in den kanadischen Krypto-Markt wiederherstellen.




