Krypto-Gesetz CLARITY Act: Banken blockieren 2026

Der CLARITY Act, ein geplantes Krypto-Marktstrukturgesetz in den USA, steckt in einer Sackgasse. Hauptursache ist der Widerstand des Bankensektors, der die Verabschiedung noch in diesem Jahr gefährdet.

Der Digital Asset Market Clarity Act von 2025 (CLARITY Act) soll klare Regeln für digitale Vermögenswerte schaffen. Die Gesetzgebung ist jedoch im Senatsbankenausschuss blockiert, seit Anfang 2026, nachdem das Repräsentantenhaus das Gesetz im Juli 2025 mit überparteilicher Unterstützung verabschiedet hatte.

Der Kern des Konflikts sind Regelungen, die es Emittenten von Stablecoins und anderen Krypto-Unternehmen ermöglichen würden, zinstragende Produkte und Kundenprämien anzubieten. Banken befürchten, dass dies zu Abflüssen von bis zu 6,6 Billionen US-Dollar aus traditionellen Bankeinlagen führen könnte, was ihre Kreditvergabekapazitäten beeinträchtigen würde.

Die Kryptoindustrie betont, dass Prämien entscheidend für die Nutzergewinnung und Wettbewerbsfähigkeit sind. Ein Verbot würde als wettbewerbswidrige Einschränkung angesehen.

Obwohl das Weiße Haus einen Kompromiss vorschlug, der Stablecoin-Belohnungen in begrenzten Kontexten erlauben, aber auf ruhende Guthaben verbieten würde, lehnt der Bankensektor diesen ab. Sie fordern weitergehende Beschränkungen. Ein Senatsvorsitzender verschob im Januar 2026 eine geplante Abstimmung nach intensivem Lobbying.

Der ehemalige Präsident Donald Trump hat die Banken öffentlich kritisiert und ihnen vorgeworfen, den CLARITY Act zu blockieren. Angesichts der nahenden Zwischenwahlen ist die Aussicht auf eine Verabschiedung des Gesetzes im Jahr 2026 ungewiss.