Die regulatorische Landschaft für Altersvorsorgepläne in den USA hat sich grundlegend gewandelt. Nach der Rücknahme einer restriktiven Richtlinie des US-Arbeitsministeriums und einer neuen Executive Order von Präsident Trump dürfen 401(k)-Pläne nun auch alternative Vermögenswerte wie Bitcoin integrieren. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für Millionen von Arbeitnehmern, birgt jedoch auch spezifische Herausforderungen und Risiken.
Traditionell waren 401(k)-Pläne auf klassische Anlageklassen wie Aktien und Anleihen beschränkt. Eine Richtlinie des US-Arbeitsministeriums aus dem Jahr 2022 mahnte zur Vorsicht bei Krypto-Investitionen. Diese Haltung änderte sich im Mai 2025, als das Ministerium eine neutralere Position einnahm. Ein entscheidender Schritt war die Unterzeichnung der Executive Order „Democratizing Access to Alternative Assets for 401(k) Investors“ am 7. August 2025 durch Präsident Donald Trump. Dieses Dekret zielt darauf ab, den Zugang zu alternativen Anlagen für die rund 90 Millionen amerikanischen Arbeitnehmer, die über 9 Billionen US-Dollar in 401(k)-Plänen verwalten, zu erweitern.
„Democratizing Access to Alternative Assets for 401(k) Investors“: Diese Executive Order ebnet den Weg für digitale Assets in Altersvorsorgeplänen.
Die Öffnung des 401(k)-Marktes für digitale Assets könnte erhebliche Kapitalzuflüsse in den Kryptomarkt auslösen. Experten prognostizieren, dass dies den Bitcoin-Preis bis Ende 2025 auf über 200.000 US-Dollar treiben könnte, möglicherweise sogar bedeutender als die Einführung von Spot-Bitcoin-ETFs. Allein 5 % der in 401(k)-Plänen verwalteten Vermögen, die in digitale Assets fließen, könnten rund 450 Milliarden US-Dollar ausmachen.
Die Verantwortung für die Integration von Krypto liegt weiterhin bei den Arbeitgebern und Plan-Treuhändern. Sie müssen die Standards des Employee Retirement Income Security Act (ERISA) einhalten, die Sorgfalt, Diversifikation und Loyalität vorschreiben. Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Finanzberatern wird empfohlen, um eine sichere und strategische Integration zu gewährleisten.
Kryptowährungen sind bekannt für ihre hohe Volatilität mit historischen Preisstürzen von über 50 % in einzelnen Jahren.
Angesichts der Volatilität und der fehlenden Zins- oder Dividendenzahlungen empfehlen Berater geringe Allokationen. Konservative Ansätze liegen bei 1 % bis 2 %, moderatere für jüngere Anleger bei 5 % bis 10 %. Progressive Stimmen sehen bis zu 15 % im Rahmen alternativer Investments als vertretbar an. Die Gebühren für Krypto-Investitionen können mit jährlichen Kosten von 0,75 % bis 1,0 % zuzüglich Verwahrungsgebühren von 0,5 % bis 1,0 % deutlich höher sein als bei traditionellen Fonds.
Der Zugang zu Kryptowährungen in 401(k)-Plänen erfolgt häufig über „Self-Directed Brokerage Windows“ (SBDAs), die Investitionen in Krypto-ETFs ermöglichen. Die meisten Optionen konzentrieren sich auf Bitcoin und Ethereum. Unternehmen wie ForUsAll bieten über ihre Plattformen Zugang zu ausgewählten großen Kryptowährungen.




