Die Nutzung von Kryptowährungen zur Umgehung von Finanzsanktionen hat im Jahr 2025 einen dramatischen Anstieg verzeichnet. Laut einem Bericht von Chainalysis nahmen die Zuflüsse zu sanktionierten Entitäten um nahezu 700 % zu. Dies unterstreicht die wachsende Relevanz von Krypto, um traditionelle Bankenbeschränkungen zu umgehen.
Die Blockchain-Analysefirma Chainalysis berichtet, dass die Zuflüsse zu sanktionierten Entitäten im Jahr 2025 um 694 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Insgesamt erhielten illegale Krypto-Adressen im Jahr 2025 mindestens 154 Milliarden US-Dollar. Dies stellt einen Anstieg von 162 % gegenüber dem revidierten Wert von 57,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 dar.
Chainalysis betont, dass diese Zahlen konservative Schätzungen sind, da laufende Ermittlungen oft weitere verdächtige Adressen aufdecken.
Diese Zunahme unterstreicht die wachsende Relevanz von Kryptowährungen auf geopolitischer Ebene, um Finanzsanktionen und Beschränkungen im traditionellen Bankensystem zu umgehen. Chainalysis verfolgt diesen Aufwärtstrend von nur 11 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020.
Länder wie Nordkorea, Russland und der Iran wurden im Bericht genannt. Nordkoreanische Hacker erbeuteten 2 Milliarden US-Dollar, darunter 1,5 Milliarden US-Dollar durch einen Exploit gegen die Krypto-Börse Bybit. Russland führte seinen an den Rubel gekoppelten A7A5-Token ein, der in seinem Debütjahr 93,3 Milliarden US-Dollar an Transaktionen zur Sanktionsumgehung verzeichnete. Netzwerke mit Verbindungen zum Iran wuschen über 2 Milliarden US-Dollar für verdeckte Ölexporte und Waffenhandel.
Stablecoins waren im Jahr 2025 das bevorzugte Mittel für Kriminalität im Kryptobereich und machten 84 % des gesamten illegalen Transaktionsvolumens aus. Trotz des erheblichen Anstiegs der illegalen Aktivitäten bleibt der Anteil der identifizierbaren illegalen Transaktionen am gesamten Krypto-Transaktionsvolumen im Jahr 2025 unter 1 %.




