Optimism-Vorschlag zur Upgrade-Autorität

Am 5. November wurde ein Governance-Vorschlag für Optimism veröffentlicht, der eine neue Richtlinie zur Übertragung der Upgrade-Autorität in der Standard Rollup Charter vorsieht. Dieser Schritt ermöglicht es Ketten möglicherweise, die Kontrolle über Upgrades vom Sicherheitsrat auf eine eigene Adresse zu übertragen.

Der am 5. November veröffentlichte Vorschlag beinhaltet das GitHub-Änderungspaket PR 74. Dieses ist derzeit noch offen und soll nur dann zusammengeführt werden, wenn die Governance den entsprechenden Vorschlag annimmt.

Durch die vorgeschlagene Richtlinie könnte ein Chain Governor beantragen, die Kontrolle über Upgrades von dem gemeinsamen Sicherheitsrat auf eine Adresse seiner Wahl zu übertragen.

Der Ablauf der Übertragung sieht vor, dass ein Governor einen Antrag bei der Optimism Foundation einreicht. Die Foundation prüft die Gültigkeit und die Übereinstimmung mit den Verpflichtungen des Governors.

Nach der Prüfung veröffentlicht die Foundation eine Bekanntmachung im Governance-Forum. Diese muss die Kette, die Chain-ID und relevante Layer-1-Vertragsadressen enthalten sowie vor dem Verlust des Status als Standard Rollup warnen.

Ab der Veröffentlichung muss der Security Council mindestens 30 Tage warten, bevor er die Transaktion ausführt. Sind die Bedingungen erfüllt, ist keine zusätzliche Abstimmung der Optimism-Governance für eine einzelne Übergabe erforderlich.

Eine Kette, die den Transfer abschließt, verliert ihren Status als Standard Rollup. Die Foundation aktualisiert diesen Status daraufhin im Superchain-Registry.

Zudem verlieren die Optimism-Governance und der Security Council die bisherige praktische Möglichkeit, Charter-Richtlinien über die Upgrade-Autorität auf dieser Kette durchzusetzen.

Die Annahme der Richtlinie ändert lediglich den Text der Charter. Es sind keine Änderungen an Smart Contracts oder Node-Software erforderlich, und es wird keine universelle Ausstiegsgarantie für Nutzer geschaffen.